Schattenseiten

Dienstag, April 11, 2017


Studieren mit Kind ist kein einfaches Unterfangen. Es ist ein Spagat zwischen Alltag, Verpflichtungen, Zielen, Bedürfnissen und Träumen. Und zwar für jeden einzelnen von uns. Meinem Kind, uns als Familie und uns als Paar gerecht zu werden, mich selbst dabei nicht zu vergessen, das ist manchmal wie ein Tanz auf einem Drahtseil. 

Es spielt dabei keine Rolle, wie alt man ist. Sobald man Verantwortung trägt, relativieren sich die Dinge. Alles erscheint weniger bedeutsam im Hinblick auf die wahren Werte. 

Ich bin gelassener was Zensuren angeht, mein Bestreben ist nicht mehr Bestleistungen zu erreichen. Warum sollte es das auch sein? Es gibt für mich nun so viel wichtigeres, da ist eine Note doch nur eine kleine Randnotiz. Andererseits merke ich, dass es unheimich viel Kraft kostet, sich erneut auf dieses Leistungsniveau einzulassen. Sobald man zuhause die Tür hinter sich schließt, ist man nicht mehr Studentin, dann ist man wieder Mama. Mit Leib und Seele. Man tröstet und kuschelt, man trockent Tränen, man lacht und tobt, spielt und schimpft. Dann kann man es vergessen, nocheinmal ein Buch in die Hand zu nehmen und zu glauben, man könnte sich konzentrieren, während die eigene Tochter die volle Aufmerksamkeit fordert, die ihr ja auch zusteht.

Die Lüge von Inklusion an unseren Schulen - Wie Kinder (und natürlich auch Erwachsene!) mit unsichtbaren Behinderungen tagtäglich diskriminiert werden

Sonntag, April 02, 2017


Christine erlebt mit ihren drei Kindern jeden Tag am eigenen Leib wie undurchdacht Inklusion eigentlich ist. Ein schönes Konzept, das toll klingt, aber viele Defizite aufweist. Mit ihrem Text möchte Christine diese Misstände benennen und sensibilisieren für ein so wichtiges Thema. Denn Inklusion darf nicht einfach nur nett klingen, es muss vor allem auch gelebt werden.
 

Wie Kinder (und natürlich auch Erwachsene!) mit unsichtbaren Behinderungen tagtäglich diskriminiert werden


Inklusion wird in unserem Lande groß geschrieben. Förderschulen sollen abgeschafft werden, damit alle behinderten Menschen endlich in der Mitte der Gesellschaft sein können.

Die Theorie ist ja soweit ganz schön, denn natürlich sollen Menschen mit Behinderungen nicht am Rande unserer Gesellschaft stehen, sondern haben genau dieselben Rechte wie wir. Doch in der Praxis sieht es anders aus.

Besonders übel stößt mir der Umgang mit Menschen auf, die eine sogenannte unsichtbare Behinderung haben.

‚Ach es könnte doch viel schlimmer sein. Immerhin sieht man deinem Kind nicht an, dass es behindert ist‘ bekommt man häufig zu hören. An diesem Satz stören mich eigentlich gleich mehrere Dinge.

1.       Warum wäre es denn schlimm, wenn man einem Menschen ANSIEHT, dass er behindert ist? Und

2. Warum glaubt ihr denn, dass es für den behinderten Menschen besser ist, wenn man ihm diese Beeinträchtigung nicht ansieht?

Aber was ist denn eigentlich eine ‚unsichtbare Behinderung‘? Und warum rege ich mich so über den Umgang mit ‚unsichtbar‘ behinderten Menschen auf?

Wenn's mal wieder Kacka läuft

Mittwoch, März 29, 2017



Ja, richtig gelesen. Im folgenden Artikel wird es unappetitlich; es geht nämlich unter anderem in der Tat um Auscheidungen. Aber erstmal ganz von Vorne:Wir befinden uns in der sog. Trotz- und Autonomiephase - ich glaube mal gelesen zu haben, dass man das so nennt. 

Insgesamt ist die Stimmung hier zuhause also eher schlecht. Meine, ach was sag ich, unser aller Nerven, werden täglich strapaziert. Mäusekind pfeffert meine Sachen durch die Gegend, tobt und weint, wenn sie ihren Willen nicht bekommt, sie ist launisch und lässt alle lautstark an ihrem Unmut teilhaben. Seit ca. einer Woche tobt hier ein Guerillakrieg: Man versucht uns zu entmachten und dabei sind wir unter Dauerbeschuss. Ich meine, wir können kaum verschnaufen, schon kommt eine neue Attacke. Mäusekind ist zäh und voller Energie. Wir hingegen sind alt, müde und abgekämpft. 
Mal will sie eine Nana (Banane), dann schält man sie und serviert sie ihr in mundgerechte Stücke, schon hat sie es sich anders überlegt und randaliert, sie will doch lieber einen Keks. 

Unterbindet man hingegen Dinge, die ihr Spaß machen, aber unsere Wohnung zerstören, dann geht hier die Alarmsirene an. Zum Beispiel findet sie es mega spaßig das Badezimmer unter Wasser zu setzten, greift man ein und  sperrt die Badezimmertür zu, damit sie nicht mehr rein kommt, wirft sie sich auf den Boden und weint. 

Mädchen-Rosa, Jungen-Blau: Warum die Gender-Frage bei Kindern überbewertet wird

Freitag, März 24, 2017


Darf man Klischees bei Kindern fördern? Die gängige Meinung im Netz tendiert da eher zu einem NEIN. Genderspezifische Kleidung und Spielzeug haben oft einen fahlen Beigeschmack. Man presse die Kinder in eine Rolle, ohne ihnen die Freiheit zu lassen, sich selbst zu entfalten.

Das kann man ja ersteinmalmal so stehen lassen. Ein Traum von rosa Einhörnern tut auch mir in der in den Augen und in der Seele weh - ganz unbahängig vom Geschlecht es Kindes (und von so manchem Erwachsenen).

Allerdings ist mir bei unserem Kind sehr früh aufgefallen, dass sie von sich aus das Mädchenspielzeug bevorzugte. Während gleichaltirge Jungen zum Bagger griffen, interessierte sie sich bereits sehr früh für Puppen und Stofftiere. So erfreute sie sich an allen weiblichen Attributen, die die Puppenwelt hergab: Die großen Augen, die langen Haare, die bunten Kleidchen.  Es ist also auch irgendwo in der Natur des jeweiligen Kindes begründet, ob es sich vermehrt eher für Mächen- oder Jungenspielzeug interessiert. 

Happy Birthday mein Kind

Sonntag, März 19, 2017



Zwei Jahre - Im Flug sind sie vergangen. Ich weiß nicht, wo die Zeit geblieben ist, ich weiß nur, dass ich sie niemals missen will. All diese Höhen, all diese Tiefen, aber dennoch bleibt unterm Strich diese unendliche Dankbarkeit für dieses Leben mit Dir, das mein eigenes so wahnsinnig bereichert hat. 

Du hast mein Herz berührt, mein großes und doch noch so kleines Mädchen. Du bist klug und neugierig auf die Welt, lebensfroh und voller Tatendrang. Schon jetzt hast du deinen eigenen Kopf und weißt ganz genau was du willst. 
Manchmal testest du Grenzen aus, aber ich versuche so gut ich kann dir auch diese zu setzen, denn sie werden dir eines Tages Halt geben, mein Kind. Auch wenn du es jetzt noch nicht verstehst, es ist wichtig, dass du lernst, dass man sich nicht alles erlauben kann, ebenso wie man sich nicht alles gefallen lassen darf. Mein großer Wunsch ist es, dir auf deinem Weg zu einer selbstsicheren Persönlichkeit zu verhelfen, die ihre Stärken, aber auch ihre Schwächen kennt.

Zu einer Person, die Toleranz und Akzeptanz groß schreibt, aber diese auch für sich selbst einzufordern weiß. Ich wünsche mir Menschen auf deinem Weg, die dich inspirieren, die dich begleiten und dir zur Seite stehen. Aber auch die dir die Augen öffen, wenn es notwendig ist; die dir nicht nach dem Mund reden, sondern aufrichtig zu dir sind, auch wenn es manchmal weh tut.