Lifestyle should be more life than style: Warum weniger oft mehr ist

Dienstag, August 08, 2017

 Bild: Pixabay

Seit einer Woche verbringen wir sehr ruhige und entspannte Tage an der Nordsee. Es ist ein bisschen wie ausgeklingt sein von der Welt. Wir folgen keinen Regeln, leben in den Tag hinein. Wir entscheiden spontan, ob wir ans Meer, in die Stadt fahren oder zuhause bleiben. Keine Pläne, sich treiben lassen. Neugierig sein, was der Tag so bringen mag. Das ist schön. Es ist entspannend. Es ist erholsam.

Ist Freizeit wirklich freie Zeit?

Obwohl ich mir mal wieder viele Bücher eingepackt und sogar hippe Magazine gekauft habe, stelle ich fest, dass ich diese Zeit für mich, für uns brauche, Zeit, die nicht voll ist mit irgendwas, mit Ablenkungen und Nebensächlichkeiten. Zeit, in der man sich den Reizimpulsen entzieht. 

Freizeit bedeutet doch im Grunde FREIE Zeit; Stunden, die nicht befüllt sind. Die gefüttert werden mit Geist, mit Nahrung für die Seele, nicht mit schrillen, bunten Bildern. Nicht mit dem Overload und auch nicht mit dem Overkill. 

Immer wieder stelle ich fest, dass Freizeit gar keine freie Zeit mehr ist, dass sie vollgepackt ist mit allen möglichen Aktivitäten. Ist das gesund? Wie wäre es denn einfach mal in der Sonne zu liegen oder ein Nickerchen zu machen, statt zum Sport zu hetzen oder den Flimmerkasten zu daten?

Veränderungen durch das Muttersein, auf die ich gerne verzichtet hätte

Freitag, Juli 21, 2017


Mutterglück, das Wort impliziert es bereits, löst Hochgefühle aus. Aber nicht nur. Der Alltag mit Kind und Kegel ist oft eine Herausforderung. Alle Mütter wissen das, dennoch überwiegen natürlich die schönen Momente, die lassen dann meist die weniger schönen einfach verblassen. Dennoch gibt es sie, unschöne Veränderungen, auf die ich wirklich gerne verzichtet hätte und vor denen mich keiner im Vorfeld gewarnt hat. Ich hätte es einfach gerne vorher gewusst, um mich psychisch darauf einstellen zu können. Leider musste ich diesen Weg ganz alleine gehen. 

Hier kommen meine Top 3 der unliebsamen Veränderungen, die mir die Mutterschaft beschert hat.

Ko(h)llateralschäden

Montag, Juli 03, 2017


Er war ein großer Mann. Er schrieb Geschichte. Unsere Geschichte. Der Traum nach Einheit, nach Freiheit wurde Wirklichkeit. Wir haben ihm viel zu verdanken, dass unsere Kinder in einem vereinten, demokratischen Deutschland aufwachsen dürfen, ist vornehmlich sein Verdienst.  Sein Tod bewegte Menschen, mit ihm verabschiedete sich eine Ära. 

Und dennoch scheinen in seinem Leben Einheit und Harmonie nicht immer vorgeherrscht zu haben. Das Verhältnis zu seinen Kindern war angespannt. Aber das kommt bekanntlich in den besten Familien vor, nicht wahr? Die Bilderbuchfamilien exisiterien eben nicht. Irgendwo gibt es immer Streitigkeiten, Missverständnisse, Reibereien. Bei den einen mehr, bei den anderen weniger. Ich möchte mir nicht anmaßen, ein Urteil über Kohls Familienverhältnisse zu fällen. Das steht mir nicht zu. Medien berichten und verfälschen, als Außenstehender kann und darf man das nicht beurteilen. 

Was mich allerdings zutiefst geschockt hat, waren die Bilder seines Sohnes vor einigen Tagen, der nicht Abschied von seinem Vater nehmen durfte, der vor seinem Elternhaus vor verschlossenen Türen stand, wie ein Fremder von der Polizei auf Geheiß der Witwe abgewiesen wurde. 

Es ist skandalös. Es ist nicht gerecht. Und es macht micht traurig und wütend zugleich.

Begegnungen

Samstag, Juni 17, 2017


Menschen kommen und gehen. Wege kreuzen und trennen sich. Manche gemeinsame Wegstrecken sind lang, manche nur kurz, einige bedeutsam, andere irrelevant. Das Leben besteht aus vielen Begegnungen, die etwas mit uns machen; die uns berühren, verändern, prägen oder gar formen. Ich habe mich oft gefragt, was wohl aus manch einem, der mit mir ein Stück gegangen ist, geworden ist. Wie sein Leben nach unserer Begegnung verlaufen ist, was er jetzt wohl für ein Leben lebt?

Im Biergarten

Montag, Mai 22, 2017


Es ist ein sommerlicher Sonntagabend, draußen scheint wunderbar die Sonne, es ist nicht zu heiß, aber warm genug um sich im Freien aufzuhalten. Der Mann und ich entschließen uns einen ausgibigen Sparziergang mit unserem Hund zu machen und dann bei dem neuen griechischen Lokal einzukehren, das seit wenigen Tagen eröffnet hat und das einen herrlichen Blick auf den See bietet.
Wir sind gut gelaunt, die Sonne strahlt angenehm, eine leichte Briese weht. Nachdem unser Hund ausgepowert ist, steuern wir das Restaurant an und nehmen draußen an einem der Tische Platz, fast alle sind besetzt, nur wenige noch frei.

Mir fällt sofort auf, dass die Kellner überlastet sind, sie eilen hin und her, manchmal wirken sie überfordert. Sie verwechseln die Tische, lassen ein Getränk fallen, sie sind sichtlich gestresst.
Auch die Aufnahme unserer Bestellung dauert einige Zeit, dennoch ist die Bedienung stets höflich und freundlich. Als das Essen kommt, sind wir begeistert, es schmeckt hervorragend.
Während wir also unsere Speißen verköstigen und uns über das herrliche Wetter und die schöne Aussicht freuen, ereignet sich folgende Szene: