Gedanken über den Tod - Gedanken über das Leben

Montag, Juli 18, 2016


Irgendwann werden wir alle gehen müssen,  denn wir sind nicht für die Ewigkeit gemacht. Obwohl uns das im Unterbewusstsein klar sein dürfte, so versuchen wir diese Tatsache jedoch zu ignorieren und von uns wegzuschieben. Andernfalls würde uns dieser Gedanke ja in den Wahnsinn treiben.

Wir alle stehen mitten im Leben und haben hoffentlich noch viel Zeit. Wir alle hoffen auf einen natürlichen Tod, wenn wir alt sind und unser Leben gelebt haben. Aber leider wissen wir, dass das auch anders kommen kann. Dass das Leben unberechnebar ist und der Tod leider auch.

Eine Mutter sollte NIEMALS ihr Kind sterben sehen, aber auch einem Kind, sollte NIEMALS die Mutter genommen werden. Und dennoch passiert das leider immer wieder: Durch Krankheit, durch Unfälle, durch Kriege. Das Leben kann sehr grausam sein.

Wider dem Perfektionswahn: Einfach nur normal und glücklich

Mittwoch, Juli 13, 2016



Perfektion ist das neue Mantra

Dass wir Frauen, pardon wir Mütter im speziellen, nicht die perfekten elfengleichen Wesen sind, die jeden Tag freudestrahlend durchs Leben tänzeln, zugleich adrett und gepflegt sind, und immer ein Lächeln auf den Lippen haben, während wir Familie und Karriere miteinander zu vereinbaren suchen, das dürfte zumindest fast jeder, der halbwegs in der Realität angekommenen ist, verstanden haben.

Das in der Öffentlichkeit suggerierte Bild der wunderschönen Ehefrau, die zugleich Spitzenköchin, Sexgöttin und Haushälterin ist, deren Putzen zur heimlichen Leidenschaft gehört, der niemals der Geduldsfaden reißt, weil sie mit sich und der Welt im Reinen ist, die Pilates, pardon wie altmodisch, die natürlich Yoga, zur Bewusstseinsentfaltung täglich praktiziert und deren Körper als positiver Nebeneffekt dem einer Gazelle gleicht, darauf fallen, glaube ich, auch nur wenige rein. 


Mami unter jungem Gemüse

Freitag, Juli 08, 2016


Im Herzen fühle ich mich ja eigentlich jung. Mein Alter ist oft nur eine Zahl, die wenig über mich aussagt. Naja, so ganz stimmt das natürlich nicht, sie sagt etwas über meine Lebenserfahrung aus. Und ohne angeben zu wollen, die ist reichlich. Besonders in den letzten 10 Jahren hat sich da einiges angesammelt. Auf vieles davon hätte ich verzichten können. Anderes hat mein Leben unglaublich bereichert. Meine Tochter zum Beispiel. Ohne sie könnte ich mir mein Leben gar nicht mehr vorstellen. Und dennoch erscheint es mir manchmal surreal, dass ich Mutter bin. Dass dieses kleine Mädchen meine Welt geworden ist. Dass sie in Teil von mir ist, tief verwurzelt in meinem Herzen. 

Man sieht mir nicht an, dass ich eine Mutter bin. Das wissen die Menschen, denen ich auf der Straße begegne, nicht. Und dennoch ist das ein ganz wichtiger Aspekt meines Ichs. Viele sagen ja, dass ich mich gut halte. „Was schon 36?“ werde ich manchmal gefragt. "Das sieht man dir aber nicht an." Ich selbst kann das irgendwie ganz schlecht beurteilen. Manchmal, da bin ich so hundemüde, da fühle ich mich uralt. Da sehe ich echt zum Fürchten aus. Gruselig. Wie gut, dass ich keine langen weißen Nachthemden trage, sonst wäre ich reif für die Rolle des Schreckgespenstes. Vielleicht sollte ich aber mal über weiße lange Gewänder nachdenken, die kaschieren nämlich gut die Problemzonen ;-).

Dann gibt es Tage da fühle ich mich ganz wohl in meiner Haut. Da bin ich recht zufrieden mit meiner Welt und finde mich eigentlich auch ganz annehmbar für mein Alter. 

Und dann gibt es Tage, die sind wie aus einem Paralleluniversum. Heute war so ein Tag. 

Nahkampf an der Fütterungsfront: Kräftemessen rund ums Abendbrot

Dienstag, Juli 05, 2016





Ich gebe zu, meine Freude war grenzenlos als Mäusekind endlich feste Mahlzeiten zu sich nahm. Ich freute mich so sehr, sie ans Essen heranzuführen und je größer sie wurde, desto mehr probierte sie aus und sie entwickelte sich von einer kleinen Skeptikerin zu einer kleinen Experimentierprinzessin.

Alles wurde probiert und mit Inbrunst verschlungen, so viel, dass ich mich oft fragte, wo denn das ganze Essen denn bei ihr bliebe, denn sie ist schlank und zierlich. Gemeinsame Mahlzeiten waren für mich regelrecht ein Fest, auch deshalb, weil wir ganz zu Anfang erhebliche Startschwierigkeiten hatten und sie jeglichen Brei zuerst verschmähte, so auf die Art: Was wollt ihr denn bitte mit dieser Pampe? Mich etwa vergiften? Wo bleibt denn bitteschön die MILCH?!?

Für Mäusekinds Papa und mich erleichterte die normale Nahrung vieles in unserm Alltag und man kann, so empfinde ich es zumindest, viel entspannter die Zeit am Tisch verbingen und Essen auch gemeinsam als Familie zelebrieren.

Nun, seit geraumer Zeit, ist unsere Tochter jedoch sehr penibel geworden. Gemüse??? Was soll ich denn damit? Brokkoli, Karottengemüse, jegliches Grünzeug wurde von heute auf morgen verschmäht. 

Unser Kind hat unsere Liebe zerstört

Montag, Juni 20, 2016


Helena und Stefan hatten eine glückliche Beziehung, bis Helena schwanger wurde und anfing mit ihrem neuen Lebensentwurf zu hadern. Das Baby, das ihre Liebe küren sollte, entfremdete das einst so harmonische und glückliche Paar voneinander. Helena sagt selbst über sich, sie habe sich verändert, sie sei erschöpft und kraftlos und sie fühlt sich von Stefan im Stich gelassen. Ein sehr aufwühlender und ernüchtender Text über eine Beziehung, die mit dem Nachwuchs aus dem Gleichgewicht geraten ist. 

Wir waren ein Traumpaar

Unser Kind sollte die Krönung unserer Liebe sein, doch stattdessen hat es uns voneinander entfernt.
Stefan und ich waren ein glückliches Paar. Wir waren leidenschaftlich und voller Lebenslust. Beruflich erfolgreich, beliebt, ein großer Freundeskreis, immer gern gesehene Gäste auf jedem Event: Ein Traumpaar. 
Bevor Samuel auf die Welt kam, haben wir wunderbare gemeinsame Reisen unternommen: Bali, Honduras, Thailand, Orte an denen wir unvergessliche Zeiten hatten. Romantik, Spaß und Unbeschwertheit bestimmte unsere Leben.  Jedes Wochenende unterwegs. Uns fehlte nichts zum Glück. Doch, ein Kind, das sollte die Krönung sein. Wir waren uns einig, ein Baby würde unsere wunderbare bereits perfekte Beziehung noch perfekter machen. Ein Kind als Zeugnis unserer Liebe.