Die Sprachexplosion: Familienmoment Nr. 15

Mittwoch, September 14, 2016


Bei unserem Familienmoment in dieser Woche handelt es sich eigentlich um einen Entwicklungssprung, der nun seit einigen Wochen Einzug gehalten hat und unaufhaltsam weiter seinen Lauf nimmt. Unser kleines Mäusekind hat auf einem Schlag die Sprache für sich entdeckt und immer neue Wörter sprudeln aus ihr hervor.

Liebe, Frust und Leiden-schaft – Die etwas andere Rezension mit Verlosung! #Calendergirl

Mittwoch, September 07, 2016


Enthusiasmus ist ein Gefühl, das mir aus ferner Zeit noch in Erinnerung ist. Kennt Ihr das, wenn man für etwas brennt, Feuer gefangen hat, voller Elan und Tatendrang von einer Sache eingenommen wird? Man Tag und Nacht, jede freie Minute für seine neue Leidenschaft investieren möchte? Wenn man ein Buch gelesen hat, dessen Geschichte einem nicht mehr los lässt, und traurig ist, wenn sie aus ist und man die letzte Seite umgeschlagen hat? Oder einen Film gesehen hat, der einen in fremde Welten entführt hat, den man am liebsten gleich nochmal sehen würde?

Ich gebe zu, es ist lange, lange her. Kein Buch hat mich von Hocker gerissen, kein Film mich träumen lassen. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass ich dazu irgendwie nicht mehr gekommen bin, seit unsere Tochter auf der Welt ist. Es kann aber daran liegen, dass der Umstand, dass sie sehr viel Zeit beansprucht auch prima als Vorwand genommen werden kann, Ausreden und Ausflüchte zu finden, anstatt sich auf Dinge zu besinnen, die man wirklich gerne macht. Denn auch für diese Dinge braucht man ja Muße, muss in Stimmung kommen und abschalten um sich darauf einstimmen zu können. 

Null Bock auf komplexe Themen, keine Lust auf schwere Kost, ja, Mama, alias ich, dachte, sie greift mal zu seichter Lektüre. Ich gebe zu, der Supermarkt um die Ecke ist vielleicht nicht die erste Adresse für literarische Kunstwerke, aber das bunt fröhlich gestaltete Layout des Buches sprach mich an. Jawohl! Diesmal ging ich nach der Optik. Der Klappentext klang seicht, Calender Girl, attraktives Mädchen braucht viel Geld und wird Escortgirl, aber ein gutes natürlich, keine Schmudelleküre, Romantik pur.

oi, oi, oi...Euphemismus!

Donnerstag, September 01, 2016



Wir Eltern neigen ja bekanntlich dazu, unseren lieben Kleinen mit blumigen Worten, nicht so attraktive Begebenheiten schmackhaft zu machen.  Schönzureden. Ist doch nicht verwerflich, oder? Schließlich findet man das anzupreisende als Eltern ja selbst total gut. Für das Kind in erster Linie und für uns ja dann irgendwie auch. Warum nur divergieren dann die Vorstellungen von Spiel und Spaß bei Kind und Mama/Papa so weit auseinander? 

Ganz klar, was für den einen Spaß bedeutet, ist für den anderen eine Einschränkung seiner Persönlichkeit. Egal von welcher Seite man das betrachtet. Eine liebe Freundin lieferte mir die Vorlage für diesen Artikel. Sie nennt den wirklich riiiiiesigen Laufstall ihres Kindes: "SPIELEPARADIES". Ihr kennt diese Teile bestimmt, die baut man auf dem Boden auf, sind variabel verstellbar und haben die Größe eines Fußballfeldes. Zumindest gefühlt. Also wirklich viel Platz für bewegungsaktive Kinder. Nicht diese kleinen Zellen, wo man sich kaum um die eigene Achse drehen kann. 

Fremdsein

Dienstag, August 23, 2016




Fremdsein im eigenen Land. Dieses Gefühl ist mir vertraut. Aus meiner Kindheit, aus meinem Erwachsenenleben. Als Kind einer Italienerin und eines Deutschen in einer Kleinstadt aufgewachsen, spürte ich die Blicke der anderen, wenn meine Mutter mit mir unterwegs war. Man sah es mir an, das südländische Kind mit den dunklen Augen, dem dunklem Haar und dem olivenfarbigen Teint.  Die Leute musterten uns, wenn meine Mutter und ich in der Öffentlichkeit Italienisch miteinander sprachen. 

Noch heute spüre ich die auf uns gerichteten Blicke, die uns durchbohrten.  Deutsch lernte ich erst im Kindergarten sprechen. Meine Eltern unterhielten sich zuhause auf Italienisch und ich kann mich an meinen ersten Tag im Kindergarten erinnern, das Gefühl mich nicht verständigen zu können. Es war schlimm, doch auch recht bald überwunden. 

Dieses Anderssein, dieses Fremdsein, begleitete mich jedoch noch sehr lange. Es war immer das Gefühl nicht dazuzugehören, nicht ins Schema zu passen. Mein ausländischer, fremd klingender Name war nicht selten ein Hindernis. Oft falsch ausgesprochen sowohl von Erwachsenen als auch von Kindern. Es fiel mir schwer, es lastete auf mir. 

Eine Momentaufnahme

Dienstag, August 16, 2016



Ich hatte viele Ideen für neue Blogeinträge. Zwei Wochen Ferien eigneten sich ideal. Mäusekinds Papa und ich hatten uns gedacht, wir chillen auf Balkonien, unternehmen mit unserer Kleinen ein paar Tagesausflüge, werkeln ein wenig im Garten, ausspannen, schlafen, Freunde treffen… Und dann kam das Leben dazwischen. Ich wurde krank und lag richtig flach, dieses vier Tage komplett außer Gefecht sein, ausgeknockt. Wir mussten alles absagen. Ich habe wirklich fast 48 Stunden am Stück geschlafen. Der Körper holt sich manchmal mit Wucht, was er braucht.