Mutter werden ist nicht schwer, es zu sein dagegen sehr

Montag, Februar 06, 2017


Wenn ich an meine Tochter denke, dann fühle ich Liebe. Pure, tiefe, unendliche Liebe. Sie ist der Grund, der meinen Tag erhellt, egal wie schlimm und zermürbend er auch gewesen sein mag. Wenn sie mir ein Lächeln schenkt oder ihre Arme nach mir ausbreitet während sie freudestrahlend auf mich zurennt und ihre helle Stimme erklingt, dann geht mein Herz auf. Wenn sie ihr Köpfchen auf meine Schulter legt und "Mama lieb" murmelt, dann könnte ich vergehen vor Glück. Dann ist es so als würde mein Herz zerspringen vor Liebe. Jeden Tag bin ich dankbar für dieses wunderbare kleine Wesen, das immer größer wird und unser aller Welt komplett auf den Kopf gestellt hat.

Aber natürlich gibt es auch jene Tage, an denen alles schwer fällt. An denen man kaum noch Energie hat, sich selbst ins Bett zu schleppen, man keine Kraft mehr hat, das Kind in den Schlaf zu begleiten, einen Wutanfall abzudämpfen oder einfach nur ihrem Spiel- und Bewegungsdrang nachzukommen. Tage, an denen man sich gerne einfach nur verkrümeln würde unter die Decke, abgeschottet von der Welt. Auch diese Tage gibt es, an denen man ungeduldig und gereizt ist und unrecht handelt. Tage an denen man tadelt, zurechtweist, ermahnt. Diese Tage gibt es und sie wegzuleugnen wäre Selbstbetrug. Tage, an denen die Ungeduld Überhand nimmt, an denen nichts schnell und gut genug geht. An denen man all seine letzten Reserven zusammenkratzen muss, um nicht zu explodieren und sich zusammenreist. An denen man mal für ein zwei Stunden die Verantwortung gerne einfach mal abgeben würde. 

Abschied tut weh: Familienmoment Nr. 16

Mittwoch, Januar 25, 2017



Unser Familienmoment diese Woche ist eigentlich sehr traurig. Nachdem meine Mama, Mäusekinds Nonna, so plötzlich und unerwartet von uns gegangen ist, hat sie in unseren Herzen eine sehr große Lücke hinterlassen. 
Ihr Zimmer habe ich ersteinmal so gelassen wie es war, auf ihrem Nachtisch liegt noch alles genau so wie sie es hinterlassen hat, ihre Kleidung hängt noch im Schrank, ihre Bücher, alles ist unberührt. Ich habe einfach noch nicht das Herz, ihre persönlichen Dinge wegzugeben oder sie zu entsorgen. Ihre Pullis riechen noch nach ihrem Parfum...es ist einfach schwer. 

Willkommen in der Mama-Papa-Realität

Samstag, Januar 21, 2017


Ihr Lieben, machen wir uns nichts vor, es ändert sich so einiges, sobald man im Beziehungsalltag angekommen ist und natürlich nochmal massiv, nachdem man Eltern wird. Beatrice Confuss und Nina von Du und Dein Kind haben das sehr schön geschrieben, was keiner wirklich ausspricht, aber viele Paare mitmachen. Als frische gebackene Familie wird der ganze Alltag auf den Kopf gestellt, alles dreht sich um den Neuankömmling und das Paar wird nun zur Familie. Eine ganz neue Konstellation, in der jeder seinen Platz finden und sich in seine neue Rolle mit vielen neuen Aufgaben hineinfinden muss. Es herrschen Unstimmigkeiten, Streit, manchmal Unverständnis, körperliche Nähe findet erstmal gar nicht mehr statt. 

Was war Sex überhaupt nochmal? Will man das überhaupt je wieder praktizieren, wenn das Ergebnis einen dann Tag und Nacht auf Trab hält??? NIE WIEDER SEX: VOLLKOMMEN ÜBERBEWERTET. Nein, kleiner Spaß am Rande, ihr wisst aber bestimmt, was ich meine.  Der Alltag holt die Romantik eben irgendwie ein. 

Unialltag – ein Update

Dienstag, Januar 17, 2017




In letzter Zeit komme ich nicht so regelmäßig zum Schreiben wie ich es gerne würde, denn es gibt immer viel zu tun und die Tage sind ziemlich vollgepackt. 

Der Verlust meiner Mama hat mich komplett aus der Bahn geworfen, und auch noch heute, keine drei Monate danach, bin ich immer noch sehr traurig und es kommt mir bisweilen surreal vor, dass sie nicht mehr da ist. 

Nach ihrem Tod habe ich jedoch weiter die Vorlesungen und Seminare besucht, mich zu beschäftigen hat mich abgelenkt von meinen trüben Gedanken und ich hatte nicht viel Zeit mich dem Schmerz hinzugeben. Gegen den Rat meines Mannes, habe ich weitergemacht als ob nichts wäre, habe mir keine Pause gegönnt und das hat sich, wie sollte es auch anders sein, erst einmal gerächt. Ich war über die Weihnachtsferien ziemlich krank und ausgelaugt, hatte Magen-Darm und eine böse Blasenentzündung, die hartnäckig allen Antibiotika getrotzt hat. Nun habe ich zum Glück alles wieder im Griff und habe für mich beschlossen, alles etwas mit mehr Ruhe anzugehen. 

Eines Tages werden wir alt sein - Das Streben nach Glück

Montag, Januar 02, 2017




Das neue Jahr ist angebrochen, neue Ziele, neue Herausforderungen, neue Aufgaben und unerwartete Situationen werden auf uns warten und uns vor neuen Entscheidungen und vor neuen Weggabelungen stellen. Wir nehmen uns viel vor, haben Pläne, Ziele, Dinge und Situationen, die wir ändern und bewältigen wollen, schönes, das es zu leben und zu ergründen lohnt, aber auch Ungewisses, das uns Angst macht und uns lähmt. Wir tauschen uns Glückwünsche aus, dass alle unsere Begehren und Erwartungen in Erfüllung gehen, dass wir den richtigen Weg einschlagen mögen, die richtige Entscheidung treffen, unsere Pläne verwirklichen können. 

Wunschlos glücklich zu sein, ist bei all dieser neujährlichen Anbruchsstimmung jedoch nicht mein Ziel. Ich bin nicht wunschlos glücklich, niemals werde ich das sein. Klingt das traurig und hoffnungslos? Für mich nicht, denn ist es nicht die Sehnsucht, das Feuer, das uns antreibt? Uns nach Größerem streben lässt, uns über uns hinauswachsen und uns zu Bestleistungen antreibt, es ist die Flamme des Lebens, die uns anspornt. Glück ist oft nur der Moment, ein Lächeln, eine Umarmung, ein verschwörerischer Blick, eine flüchtige Berührung, ein leidenschaftlicher Kuss.