Die Mami-Figur - ein Wunder der Natur

Sonntag, Juli 19, 2015


Nunmehr vier Monate sind seit der Geburt vergangen. Die Schwangerschaft hat einige Spuren auf meinem Körper hinterlassen. Abgesehen davon, dass Augenringe nun meine ständigen Begleiter sind, ist auch der Rest stark in Mitleidenschaft gezogen worden: Trotz Rückbildungsgymnastik ist mein Bauch nicht mehr so straff (vielleicht war er es davor auch nicht sonderlich, aber jetzt ist er es noch weniger), meine Beckenknochen haben sich verschoben und die alten Hosen mögen immer noch nicht richtig sitzen. Auch die alten Oberteile passen nur begrenzt, denn durch das Stillen habe ich eine Körpchengöße mehr bekommen (was vielleicht nicht das schlechteste ist ;-))
Hartnäckig kleben noch 6 Kilo zuviel auf meinen Rippen. Das erhoffte Abnehmen durch das Stillen, wie es von so vielen prophezeit wurde, ist bei mir auch ausgeblieben, denn ich habe wirklich großen HUNGER! STÄNDIG! Ja, so ganz einfach ist es nicht, wieder in Form zu kommen, besonders wenn man nicht sehr sportaffin ist und es auch zuvor nie war.
Doch trotz dieser Veränderungen hat sich meine Wahrnehmung nach der Geburt stark verändert. Wann war ich je zufrieden mit meinem Körper? Selbst mit blutjungen 18 Jahren fand ich genung auszusetzten. Heute würde ich für die Figur und die Regenerationsfähigkeit meines jüngeren Ichs morden!) 
Eigentlich bin ich ganz stolz auf meine "Narben". Bereits während der Schwangerschaft liebte ich meinen wachsenden Bauch. Dass er sich heute nicht mehr ganz so flach darbietet, ist eine Erinnerung daran, denn er hat ja auch viel geleistet: Meinem Baby ein sicheres Zuhause bis zur Entbindung gegeben. Eine schöne Zeit hatten wir zusammen. 10 Monate lang!
Die überflüssigen Kilos verteilen sich ebenfalls einigermaßen proportional, es hätte schlimmer kommen können. Damit kann ich recht gut leben, denn - seien wir mal ehrlich - Models sind sind die wenigsten von uns. Und dieses ständige Kasteien nimmt einem wirklich jeglichen Spaß. Essen ist eben eine Freude, ein Genuss und es macht gesellig. Warum sollten wir darauf verzichten? Dann würde das Leben ja nur halb so viel Spaß machen. Dürr war ich noch nie, jetzt bin ich eben noch ein bisschen weiblicher.  Zum ersten mal in meinem Leben empfinde ich meinen Körper als angemessen. Das Teenagerdasein ist ja Gottseidank vorbei! Warum sollte man Weiblichkeit verschmähen, sie macht uns doch aus!
Über die nicht sitzenden Hosen bin ich allerdings schon ein wenig traurig, es sind ja ein paar echt schöne unter ihnen, die jetzt ihr Dasein im Schrank fristen müssen. Zum Glück sind nicht alle Exemplare betroffen, in einigen findet mein Hintern noch Platz :-) Und die Tatsache, dass manche Jeans ausgemustert werden müssen, bietet eine gute Gelegenheit mal wieder shoppen zu gehen. Juhuu!!!
In diesem Sinne, habt einen schönen Sonntag!
Alles Liebe
Anna

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