Throwback friday: Das erste Trimester der Schwangerschaft

Freitag, August 28, 2015



3. Schwangerschaftsmonat
Bevor der Freitag wieder vorbei ist, kommt hier noch schnell einen Post aus der Rubrik Look back Friday. Heute soll es um die ersten drei Monate der Schwangerschaft gehen und wie ich sie erlebt habe.

Die Partnerschaft/ Das Umfeld 

Mit dem positiven Schwangerschaftstest in den Händen begann eine ganz neue und aufregende Zeit. Ich bzw. wir waren so glücklich, dass wir es am liebsten in die ganze Welt hinausgeschrien hätten. Aber wir hielten drei Monate still, bis die kritische Zeit vorüber war. Erst dann erzählten wir es unserem Freundeskreis. Unsere Eltern erfuhren schon viel früher davon, bereits im zweiten Schwangerschaftsmonat weihten wir sie ein. Wir wollten einfach unsere Freude mit unserer Familie erleben. Mein Mann und ich teilten ein Geheimnis und wir fühlten uns dadurch umsomehr verbunden. In der Öffentlichkeit schauten wir uns immer wieder verschwörerisch an, lachten und strahlten um die Wette. Wir fingen an das Leben wieder zu genießen, uns Zeit für uns zu nehmen, den Alltag außen vor zu lassen. Es war eine ganz wunderbare Zeit. 

Der Körper 

Körperlich veränderte sich auch einiges: Müdigkeit wurde mein ständiger Begleiter. Ich habe so viel geschlafen, das war herrlich erholsam. Eigentlich bin ich ein "Vor-Sorgen-sich-im-Bett-wälzendes-Exemplar-Mensch". Im ersten Trimester, habe ich geschlafen wie ein Baby. Das tat gut. Nicht nur mein Körper, auch mein Kopf regenerierte. Diesen seligen Schlaf wünsche ich mir heute manchmal zurück.
Von Übelkeit wurde ich zum Glück verschont. Von Gelüsten ebenfalls. Die kamen erst später, im zweiten und dritten Trimester (aber dazu ein anderes Mal :-).
Vom Bauch war bis Mitte/Ende vierter Monat auch noch nichts zu sehen. Dabei hätte ich mir das gewünscht. Ich fierberte täglich, wann denn etwas zu sehen sein würde. Als sich dann endlich eine kleine Kugel durch die Kleidung abzeichnete, war ich mächtig stolz. Außenstehende erkannten darin keinen Schwangerschaftsbauch, sie dachten einfach, ich hätte gut gegessen. Ich hingegen war stolz wie Bolle!
Obwohl anfangs noch nichts zu sehen war, wechselte ich bereits im 2. Monat zu Schwangerschaftshosen über. Was eine Wohltat! Warum kann man die nicht immer tragen? So bequem! (Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich nach der Schwangerschaft mir sehr bald wünschen würde, auf diese nicht mehr angewiesen zu sein ;-). Insgesamt nahm ich in den ersten drei Monaten vier Kilo zu. Fand ich aber nicht schlimm. Das Baby, hach, wen kümmern da die paar Kilos mehr auf der Waage?
Auch noch schön: Meine Brust wurde relativ schnell größer! Sah besser aus, fand ich. Fand auch mein Mann ;-). Ja, damit kann man leben!
Weniger schön: Verstopfung. Muss auch mal gesagt werden. Das war wirklich lästig. Mein Arzt freute sich über diesen Zustand: "Das hören wir gerne!" strahlte er mich an. Er muss den Pluralis Majestatis verwendet haben, ich fühlte mich nämlich mit dem "wir" nicht angesprochen! 

Die Psyche

Jaaa, es stimmt, Achterbahn der Gefühle. Mein Mann hatte nichts zu lachen, der Arme. Kleinigkeiten ließen mich explodieren! Socken, überall diese einzelnen Socken in der Wohnung: AHHHH, ich hätte Wände hochgehen können! Nicht, dass es mich zuvor belustigt hätte, aber das trieb mich zur Weißglut! Andererseits, sah ich diverse Dinge, die mir davor schlaflose Nächte beschert hatten, relativ gelassen. Z. B. die Steuererklärung, oder Terminsachen stressten mich nicht mehr. Gut so, sonst wäre ich in der Irrenanstalt gelandet.
Tränen flossen auch einige: vor Glück, Mitgefühl, Unsicherheit, Wut. Die Gefühlsempfindungen wurden durch die Hormone potenziert. Nicht ganz einfach für mein Umfeld. 
So im Nachhinein betrachtet, hatte es mein Mann nicht ganz leicht mit mir. Aber das Schöne, auch er sah darüber hinweg: Die Vorfreude auf unsere Tochter überstrahlte einfach alles. 

Ich werde ganz nostalgisch... Zeit, Schluß zu machen für heute!

Habt einen schönen Abend!

Alles Liebe 
               Anna



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