Familienidyll und andere Katastrophen

Samstag, Oktober 17, 2015


ohhh, kaputt :-(
Familienidyll hin oder her, manchmal ist es bei uns zuhause seit Mäusekind alias Terrorkeks die Herrschaft übernommen hat, gar nicht mehr ganz so idyllisch.
Zum Beispiel, wenn Mama die Nacht über abwechselnd von randalierendem Baby und schnarchendem Papa in Schach gehalten wurde.
Oder wenn der backfrische Kuchen auf dem Weg zum Kühlschrank unschön den Abgang auf den Küchenboden macht, weil Babys urplötzliches Geschrei Mama wie ein Blitz durch Mark und Bein fährt.
Wenn Baby beschließt, die teuere Buchsammlung von Mama mit viel Elan und wenig Vorsicht aus dem Regal zu pfeffern.
Oder ihre Kette in Augenschein genommen hat und sich Babys Zerstörungswut, ähm Pardon, Erkundungsfreudigkeit, ihren Weg zu Mamas liebgewonnen hedonistischen Schnickschnack bahnt.



Ja, dann gerät die Bilderbuchharmonie kurzzeitig in die Schieflage. Dann sitzen Mama und Papa nicht freudestrahlend wie in der Werbung mit einem Nutellabrot, das einen guten Start in den Tag verspricht, am Küchentisch, sondern sind ziemlich gerädert und wenig gesprächsfreudig mit unbegeisterten Mienen morgens vor ihren Kaffeetassen.

Das Adrenalin rast dann mal wieder kurzzeitig in die Höhe, wenn Baby sich wieder verdächtig an die Steckdosenkindersicherungen zu schaffen macht.

Familienhund Dante verkrümmelt sich dann bei dieser schlechten Stimmung unters Bett.

Großes Drama war auch bei Baby vorprogrammiert, als sich Mama und Papa entschlossen haben, es wäre an der Zeit, den Boden des Laufstalles UND des Babybettes am GLEICHEN Tag eine Etage tiefer zu setzen, da Mäusekind sich nun an den Stäben hochziehen kann und  Gefahr droht, es könnte aus beiden "Behältnissen" ausbrechen oder -noch schlimmer- herausfallen.

Jaaaa, dann war hier aber mal schlechte Laune -diesmal in der Babyfraktion- am Start, kann ich euch sagen. Mäusekind erkannte SOFORT, dass nun die Ausbruchssicherheit erhöht worden war. Lautstarker Prostest, der zuerst in zorniges Gebrüll und dann in ein entäuschtes, verzweifeltes Gewimmer umschwang, so auf die Art: Uauauahhhh, wie könnt ihr nur so grausam sein?

Auch nicht lustig findet es Mäusekind, wenn Mama und Papa bei Babys Zerstörungsphantasien, ähm, hüstel, Pardon, Entdeckerfreudigkeit, eingreifen und Babys Aufmerksamkeit auf andere schöne Dinge, wie z. B. auf Objekte aus Babys gut bestücktem Spielzeugfundus zu lenken suchen.

Dann mutiert Mäusekind zu Terrorkeks. Und Terrorkeks ist schlau UND hartnäckig UND stur. Von wem sie das wohl hat? (Ich bin mir keiner Schuld bewusst, obwohl äh, die Schlauheit, die ist natürlich von mir ;-) ).  Wenn sie ihr Augenmerk auf etwas gerichtet hat, ist alles andere uninteressant, egal, wie wild Mama mit der Rassel fuchtelt.

Ich prohezeihe unserer kleinen Entdeckerin als Erwachsene eine Karriere als Indiana Jones oder (bitteschön als züchitg bedeckte Version von) Lara Croft.
Oder als Produkttesterin (besonders im Hinblick auf die Robustizität der Objekte).

Aber vielleicht wird sie auch nur schnöder Beamter!

Dann wäre das Familienidyll wieder hergestellt ;-).

Alles Liebe

Anna




Kommentare:

  1. Liebe Anna,
    sieh es positiv! Wenn sich dein Terrorkeks später auch so an Matheaufgaben oder Deutschaufsätzen festbeißt, ist doch alles in Butter! ;)
    Liebe Grüße
    Kiwimama

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    1. Lach, ja, auch das würde die Familienharmonie positiv beeinflussen ;-)

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  2. Toller Post =) Mit Kindern wird es uns Mamis wohl nie langweilig :D

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  3. Danke :-). Ja, das stimmt, es ist immer was los :-)

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