Soulfood zur Einstimmung auf den Winter - Der beste Gugelhupf der Welt

Mittwoch, Oktober 21, 2015


Ich mag in der Regel keine aufwändigen Rezepte. Je simpler, desto schmackhafter und unverfälschter entfaltet sich in meinen Augen der Geschmack. 

Das folgende Rezept besitzt eine sehr überschaubare Zutatenliste, der Prozess bis zum fertigen Kuchen ist hingegen recht langwierig. Doch es lohnt sich. Der Teig wird wunderbar luftig und er schmeckt herrlich zart und fein. Er erinnert an einen lockeren, ganz leichten Briocheteig. Ideal für die herbstliche Kaffeetafel. Das Rezept stammt aus dem Backbuch Patisserie (1) des grandiosen französichen Konditors Christophe Felder.

Damit der Kouglof schön fluffig bleibt, müsst ihr ihn, falls ihr ihn nicht am selben Tag verzehrt, am besten im Kühlschrank in einem Gefrierbeutel oder in einer Papiertüte aufbewahren.



Ihr braucht folgende Zutaten:

 275 g Mehl
125 ml Milch
65 g weiche Butter
1 Ei
50 g Rosinen
40 g Zucker
1 EL Strohrum
10 g frische Hefe
1 Prise Salz
Mandelblättchen 
Butter zum Einfetten
Puderzucker zum Garnieren 

Schritt 1: 
Zuerst Hefe in 35 g lauwarmen Wasser in einer großen Schüssel auflösen. Dann 50 g Mehl  mit einem Löffel untermischen bis eine kleine Kugel entsteht. Das übrige Mehl drüberstreuen (die Kugel nur damit bedecken, nicht vermengen!), Schüssel mit einem Tuch bedecken und für 30 Minuten in den Backofen bei 40 °C das erste Mal gehen lassen.

Schritt 2: 
In der Zwischenzeit Rosinen in Rum einweichen.
Gugelhupfform mit Butter einfetten und den Boden der Form mit Mandelblättchen bestreuen.

Schritt 3: 
Schüssel aus dem Backofen nehmen. Ei, Milch, weiche Butter, Zucker und eine Prise Salz mit dem Knethaken vermengen bis eine klebrige Masse entsteht. Erst am Schluss die abgegossenen (!) Rosinen unterheben.

Schritt 4: 
Die Schüssel erneut mit einem Küchentuch bedecken und wieder bei 40 °C das zweite Mal im Backofen für 1 1/2 Stunden gehen lassen.

Schritt 5: 
Schüssel herausnehmen, alles nocheinmal durchmengen und die Masse in die mit  Mandelblättchen ausgelegte Form füllen.

Schritt 6: 
Kuchen erneut bei 40 °C in den Backofen das dritte Mal 2 Stunden gehen lassen.

Schritt 7: 
Nun müsst ihr die Temperatur des Backofens bei Umluft auf 175 °C hochstellen und weitere 25 Minuten backen.

Herausnehmen, abkühlen lassen, stürzen und mit Puderzucker bestreuen. 









Wie gesagt, durch das lange Gehen des Teiges bei niedriger Temperatur, wird der Teig köstlich luftig! Ich kenne kein Rezept, das diesem hier nur entfernt das Wasser reichen kann, denn in der Regel sind Gugelhupfteige sehr schwer.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Backen und vor allem beim Verzehren!

Alles Liebe

Anna

(1) Christophe Felder, Die hohe Schule der Patisserie - ein Patisserie Lehrbuch mit 210 Patisserie Rezepten von Pralinen selber machen bis zu klassischen Tortenrezepten, München 2014.

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