Willkommen zu hause! Vorbereitungen auf den neuen Erdenbürger

Samstag, November 28, 2015




In der Schwangerschaft hat man mehrere Monate Zeit, sich auf das kleine Wesen vorzubereiten und man möchte, dass bei seiner Ankunft alles perfekt ist. Strampler und Kleidung werden gekauft, man verfällt dem Deko-Rausch und weiß im Endeffekt aber auch gar nicht so genau, was man wirklich braucht und was nur sogenannte "Gimmicks" sind. Im Folgendem möchte ich an dieser Stelle ein paar kleine Ratschläge geben, die aus meinen Erfahrungen entstanden sind und die vielleicht für die eine oder andere unter euch von Nutzen sein können.

A) Kleidung

Man ist zu Anbeginn ziemlich planlos, was und wieviele Kleidungsstücke vonnöten sind. Seid euch gewiss, sehr vieles bekommt man von Freunden und Bekannten zur Geburt geschenkt, so dass hier die Devise "Weniger ist mehr" zum Tragen kommt. Auch wenn es in den Fingern juckt, haltet euch von ausgibigen Shoppingtouren zurück. Ich besaß am Ende so viele unbenutzte Sachen, dass es einfach schade um die schönen Stücke war. Die Kleinen wachsen einfach auch unglaublich schnell, gerade in den ersten Monaten kann man dem Sprengen der Kleidung regelrecht zusehen. ;-)
Zu Anfang genügen jeweils:

5 Langarmbodys
5 Kurzarmbodys
6 Strampler
2-3 Jäckchen, 
1 Mütze
Socken
zwei warme Babydecken
2 Schlafsäcke (jeweils einen zum Wechseln).

Ich würde euch raten, gleich mit Größe 56 zu starten, es ist nicht schlimm wenn zu Beginn die Kleidungstücke noch etwas großzügig ausfallen, man kann den Kleinen beim Wachsen regelrecht zuschauen. 

B) Zubehör (in alphabetischer Reihenfolge)

Babyphone
Unerlässliches Utensil. Man kann ja mittlerweile mit diversen Apps für Tablets und Smartphones das Baby im Schalf überwachen, davon würde ich allerdings Abstand nehmen, denn man weiß nicht, welchen Strahlungen die Kleinen dabei ausgesetzt sind. Wir haben uns für einen bekannten Hersteller im mittleren Preissegment entschieden.

Babyschale
Unablässlich für den Transport des Babys im Auto. Auch hier würde ich nur auf namenhafte Hersteller zurückgreifen, denn Sicherheit geht einfach vor. Hilfreich sind die Testergebnisse des ADACs.

Babywanne
Dazu bedarf es nicht vieler Erläuterungen. Auch Baby muss sauber gehalten werden :-).

Beistellbettchen
Ob Babybay oder normales Kinderbettchen, sei jedem selbst überlassen. Das kleine Bettchen ist notwendig, da der Säugling zu Anfang im Elternzimmer nächtigt. Man kann es auch in diverse Zimmer rollen, wenn man sich z.B. im Wohnzimmer aufhält.

Fläschchen
Falls es mit dem Stillen nicht klappt. 4 Stück reichen aus, 2 kleine, 2 große (siehe unten Sterilisator).

Kinderwagen
Bei der Wahl des Kinderwagens sollte man sich Zeit lassen, denn in der Regel begleitet einen das Gefährt ja mehrere Jahre lang. Beratung im Fachgeschäft halte ich hierfür sehr angebracht. Man sollte auf keinen Fall alleine nach der Optik gehen, oft stellen sich Designschätzchen, dann unhandlich und unpraktisch dar. Uns war z. B. wichtig, dass der Wagen geländetauglich ist, da wir viel mit unserm Hund in Wald und Wiesen unterwegs sind.

Pflegeprodukte 
Auch hier benötigt man kaum etwas. Baby wird in der Regel nur einmal wöchentlich und dann mit Wasser gewaschen. Zu viele Pflegeprodukte schädigen der Haut. Calendula-Creme für den Windelbereich lege ich euch ans Herz, sie wirkt wahre Wunder bei entzündeten Stellen.

Spieluhr
Beruhigt das Baby und begleitet es sanft in den Schlaf (so zumindest die Theorie ;-). Nein, im Ernst das hat bei uns am Anfang sehr gut geholfen. Die Einschlafschwierigkeiten kamen erst später. Ich habe die Spieluhr bereits während der Schwangerschaft an den Bauch gehalten, so dass die Klänge dem Baby nach der Geburt bereits vertraut waren.

Spucktücher
Davon kann man wirklich nie genug besitzen und das schon von Anfang an.

Sterilisator:
Den braucht man, wenn es mit dem Stillen nicht klappt, Zufüttern oder Abpumpen muss/ will.

Stillkissen
Auch wenn man nicht stillt, ist das Kissen Gold wert. Man kann dem Säugling ein Nest bauen und es hineinlegen, es bietet Schutz und Geborgenheit.

Wärmelampe für den Wickeltisch
Für im Winter geborene Babys von Vorteil, wir sind allerdings auch ohne wunderbar ausgekommen.

Windeln
Ein bis zwei Packungen auf Vorrat. Damit dürfte man die ersten zwei Wochen zuhause gut überbrücken.

Wickelunterlagen 
Im Drogieriemarkt gibt es Einwegwickelunterlagen, die sich auch im häuslichen Gebrauch als sehr nützlich erweisen. Einfach eine auf die normale Wickelunterlage legen, schont die Bezüge, die sonst stark in Mitleidenschaft gezogen werden.

c) Allgemeine Ratschläge

I. Das Kinderzimmer

Babybett, Wickelkommode, Kleiderschrank - mehr bedarf es zu Anfang nicht. Mein Ratschlag: Kauft gleich einen normalen Kleiderschrank, diese Babykleiderschränke sind ehrlich gesagt ziemlich unnötig, denn sie haben recht bald ausgedient. In einem normal großen Kleiderschrank kann man auch wunderbar Bettwäsche, Decken und Kissen fürs Baby lagern.

Sehr oft habe ich gehört, dass man in Babys erstem Jahr gar kein Kinderzimmer benötige, weil die Kleinen sowieso im Elternschlafzimmer nächtigen. Man bräuchte sich also den ganzen "Kinderzimmer-Einrichten-Stress" in der Schwangerschaft gar nicht anzutun. 

Im Grunde stimmt das. Das erste halbe Jahr schlief unsere Kleine bei uns im Elternschlafzimmer in ihrem Beistellbettchen. Allerdings bin ich recht froh, dass wir das Kinderzimmer bereits eingerichtet hatten, denn somit hat man den Stress nicht im Nachhinein. Und glaubt mir, mit Baby ist Zeit ein noch viel wertvolleres Gut als je zuvor. 

Abgesehen davon, dass unsere Tocher seit drei Monaten bereits in ihrem Kinderzimmer schläft, ist ihr Zimmer ganz wunderbar, um sie krabbeln zu lassen. Unser Wohn- und Esszimmer sind recht groß und es lauern viele Gefahren, das Kinderzimmer hingegen ist gut überschaubar. So verlagere ich viele kleine Tätigkeiten in diesem Raum, wie z. B. Wäsche zusammenlegen,  während die kleine Maus um mich herumkrabbelt.  

II. Man leihe sich

Alles was man sich leiht, wird man auch wieder los. Es häufen sich wirklich die Dinge, die ratzfatz im Keller verschwinden und dann ist es schön, wenn man etwas einfach seinem Besitzer zurückgeben kann. Gerade am Anfang weiß man nicht so recht, ob und was man alles braucht, wir haben uns das Beistellbettchen geliehen, die Babybadewanne, alles recht sperrige Dinge, die verhältnismäßig nur kurz im Einsatz waren. Man spart auf der einen Seite ein paar Groschen und auf der anderen auch jede Menge Platz, wenn man die Utensilien nicht mehr benötigt.


Im Grunde braucht man zu Anfang nicht wirklich viel und meist kauft man mehr als nötig. Da die Kleinen aber so schnell gedeihen, lohnen sich viele Anschaffungen im Grunde nicht.

Wie seht ihr das? Lieber zu viel als zu wenig oder umgekehrt?
Alles Liebe

Anna

Kommentare:

  1. Super Liste! Nach soetwas habe ich in der Schwangerschaft immer gesucht, aber nie so vollständig und sinnvoll gefunden, wie bei dir! :)

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