Wer zuletzt lacht - ein #Rant

Mittwoch, Dezember 14, 2016




Im Moment werde ich von Vielen müde belächelt. „Die studiert wieder?“ „Was will die in ihrem Alter denn?“ „Und überhaupt, die schafft doch die Verbeamtung doch nie.“ „Das sind doch nur Luftschlösser und außerdem ist das doch am Ende eh alles für die Katz.“ „Die soll sich doch mal lieber auf ihre Familie konzentrieren und sich um ihr Kind kümmern.“ „Die schafft das doch eh nicht und bricht das wieder ab.“ „Können die sich das überhaupt leisten, wenn die jetzt studiert?“ "Das arme Kind muss ganztags in den Kindergarten - unfassbar."
Diese und noch ganz andere Kommentare werden hinter meinem Rücken losgelassen. Natürlich nie direkt ins Gesicht, das traut sich nämlich niemand. Ganz im Gegenteil von den gleichen Personen hörte ich Aussagen wie: „Das finden wir super, dass du es nochmal wagst und weitermachst trotz deines schrecklichen Verlustes.“

Ganz ehrlich, so viel Verlogenheit ist wirklich unfassbar und eigentlich ein Armutszeugnis für diese Personen. Es geht doch im Grunde außer meiner Familie und mir niemanden etwas an, was ich tue und wie ich mein Leben gestalte. Wir drei müssen mit uns im Reinen sein. Das ist alles was zählt.

Trauer - und das Leben danach

Samstag, Dezember 10, 2016





Seit gestern vor genau vier Wochen habe ich keine Mama mehr. Ich wandle durch meinen Alltag, bin in meinem Herzen zwar immer noch Tochter, aber fühle mich nicht vollständig, bin nicht ganz, treibe im luftleeren Raum. 

Es war ein schwarzer Tag, der 9. November, ein Tag, der mich niemals wieder mehr loslassen wird. Ein Tag, der so dunkel war, so voller Schmerz, so voller Trauer, so voller Unfassbarkeit. 

Ich war da, als du gingst. Der Anruf aus dem Krankenhaus kam um 6 Uhr in der Früh. Als ob mein Unterbewusstsein es geahnt hätte, war ich bereits seit 5 Uhr wach. 

Ich fuhr gleich los, setzte mich an dein Bett, hielt deine Hand, weinte, betete für dich. Ich streichelte deinen Kopf und umarmte dich, konnte und wollte mir niemals vorstellen, dass dies die letzten Stunden sein würden, die mir mit dir gewährt sein sollten. Ich habe viele Tränen geweint. Als du gingst und all die Wochen danach. Ich glaube, du hast gespürt, dass du nicht alleine warst, Mama, dass ich bei dir war, in deiner und auch in meiner schwersten Stunde. 

Angst

Sonntag, November 06, 2016


Es ist ein sonniger Tag, als du plötzlich über starke Schmerzen klagst. „Es wird schon nichts schlimmes sein“, beschwichtigst du mich, damit ich mir keine Sorgen mache. Ich glaube dir zunächst, merke aber bald, dass etwas nicht stimmt. Du wirkst blass und mitgenommen, sehr schwach mit schmerzerfülltem Gesicht. Ich rufe den Krankenwagen. 

Fahre hinterher, begleite dich wie so oft mit der Angst im Nacken. Not-Operation. Ich gebe mir dir größte Mühe ruhig zu bleiben. Ich mache mir selbst Mut, versuche beruhigend auf mich einzuwirken, meine Gedanken ins Positive zu lenken. "Alles wird gut", sage ich mir immer und immer wieder. Aber die Lage ist ernst.
Die Ärzte müssen erneut eingreifen, dir einen weiteren Schnitt setzten.

Ich ringe um Fassung, versuche stark zu sein. Aber ich bin es nicht. Ich tue nur so. Dein Zustand verschlechtert sich.

Neuanfang

Montag, Oktober 24, 2016


Vor einigen Tagen saß ich im Auto und im Radio lief der neue Song von Clueso: Neuanfang.
Er beschreibt ziemlich genau einen Abschnitt meines Lebens, in dem ich mich gerade befinde. Ich fange von vorne an. Seit Monaten gärt dieser Gedanke in meinem Kopf, in meinem Bauch, meinem Leben eine neue Richtung zu geben. 
Kann ich in meinem Alter wirklich wieder von vorne beginnen? Kann ich das mit meiner Familie vereinbaren? Und werde ich es überhaupt schaffen? Was werden die anderen sagen? Wie werden sie urteilen, wenn ich auf dem neuen Weg merke, dass er doch nicht der richtige ist? Gleicht es dann einem Scheitern?  Kann ich mir das als Mutter überhaupt leisten? Darf ich an mich denken? Nur an mich? 

Seit Monaten beschäftigen mich diese Gedanken  und treiben mich um. Und dann nach langen Überlegungen und vielen Gesprächen, war klar: "Ja, ich wage es!" . Ich gehe erneut einen langen und steinigen Weg, der aber meiner ist. 

Urlaub mal anders - Andekdoten aus dem Familienbett

Donnerstag, Oktober 20, 2016



Wie ich in mehreren Beiträgen (hier und hier) bereits geschrieben habe, bin ich kein großer Fan vom Familienbett. Die Nächte in denen ich unsere Kleine zum Stillen von ihrem Stubenwagen zu uns in Bett holte, waren geprägt von Nacken-und Rückenschmerzen, ich fand keine bequeme Einschlafposition mehr sobald sich unsere Kleine in unserer Bettmitte befand. 

Aus diesem Grund haben wir unsere Tochter recht schnell mit ca. 6 Monaten an ihr eigenes Bett gewöhnt und in ihr Kinderzimmer ausgelagert was per se auch kein Problem darstellte. Sie ist zwar immer noch keine gute Einschlafkandidatin aber wenn sie erstmal schläft, dann  schlummert sie selig die ganze Nacht ohne dass sie nach mir ruft. Die Nächte schläft sie zumeist durch (ein großes Glück, für das ich sehr, sehr dankbar bin).

Natürlich kuschle ich sehr gerne mit ihr und ich tue das auch viel lieber als sie das mit mir tut. Sie ist zwar sehr anhänglich, aber kuscheln im Bett war auch noch nie so ihrs. Und das zu keiner Tageszeit. 

Nun waren wir letzte Woche in Italien um einige Behördengänge zu tätigen und in diesem Zuge auch meine Familie zu besuchen. Wir hielten es für unnötig das Kinderreisebett über die Alpen zu schleppen, auch mit der Befürchtung, unsere Tochter würde darin sowieso nicht schlafen. Eine Woche Familienbett, das wird doch nicht so schlimm sein! Verdrängt waren die Erfahrungen aus ihrem Babyzeitalter.

Die Sprachexplosion: Familienmoment Nr. 15

Mittwoch, September 14, 2016


Bei unserem Familienmoment in dieser Woche handelt es sich eigentlich um einen Entwicklungssprung, der nun seit einigen Wochen Einzug gehalten hat und unaufhaltsam weiter seinen Lauf nimmt. Unser kleines Mäusekind hat auf einem Schlag die Sprache für sich entdeckt und immer neue Wörter sprudeln aus ihr hervor.

Liebe, Frust und Leiden-schaft – Die etwas andere Rezension mit Verlosung! #Calendergirl

Mittwoch, September 07, 2016


Enthusiasmus ist ein Gefühl, das mir aus ferner Zeit noch in Erinnerung ist. Kennt Ihr das, wenn man für etwas brennt, Feuer gefangen hat, voller Elan und Tatendrang von einer Sache eingenommen wird? Man Tag und Nacht, jede freie Minute für seine neue Leidenschaft investieren möchte? Wenn man ein Buch gelesen hat, dessen Geschichte einem nicht mehr los lässt, und traurig ist, wenn sie aus ist und man die letzte Seite umgeschlagen hat? Oder einen Film gesehen hat, der einen in fremde Welten entführt hat, den man am liebsten gleich nochmal sehen würde?

Ich gebe zu, es ist lange, lange her. Kein Buch hat mich von Hocker gerissen, kein Film mich träumen lassen. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass ich dazu irgendwie nicht mehr gekommen bin, seit unsere Tochter auf der Welt ist. Es kann aber daran liegen, dass der Umstand, dass sie sehr viel Zeit beansprucht auch prima als Vorwand genommen werden kann, Ausreden und Ausflüchte zu finden, anstatt sich auf Dinge zu besinnen, die man wirklich gerne macht. Denn auch für diese Dinge braucht man ja Muße, muss in Stimmung kommen und abschalten um sich darauf einstimmen zu können. 

Null Bock auf komplexe Themen, keine Lust auf schwere Kost, ja, Mama, alias ich, dachte, sie greift mal zu seichter Lektüre. Ich gebe zu, der Supermarkt um die Ecke ist vielleicht nicht die erste Adresse für literarische Kunstwerke, aber das bunt fröhlich gestaltete Layout des Buches sprach mich an. Jawohl! Diesmal ging ich nach der Optik. Der Klappentext klang seicht, Calender Girl, attraktives Mädchen braucht viel Geld und wird Escortgirl, aber ein gutes natürlich, keine Schmudelleküre, Romantik pur.

oi, oi, oi...Euphemismus!

Donnerstag, September 01, 2016



Wir Eltern neigen ja bekanntlich dazu, unseren lieben Kleinen mit blumigen Worten, nicht so attraktive Begebenheiten schmackhaft zu machen.  Schönzureden. Ist doch nicht verwerflich, oder? Schließlich findet man das anzupreisende als Eltern ja selbst total gut. Für das Kind in erster Linie und für uns ja dann irgendwie auch. Warum nur divergieren dann die Vorstellungen von Spiel und Spaß bei Kind und Mama/Papa so weit auseinander? 

Ganz klar, was für den einen Spaß bedeutet, ist für den anderen eine Einschränkung seiner Persönlichkeit. Egal von welcher Seite man das betrachtet. Eine liebe Freundin lieferte mir die Vorlage für diesen Artikel. Sie nennt den wirklich riiiiiesigen Laufstall ihres Kindes: "SPIELEPARADIES". Ihr kennt diese Teile bestimmt, die baut man auf dem Boden auf, sind variabel verstellbar und haben die Größe eines Fußballfeldes. Zumindest gefühlt. Also wirklich viel Platz für bewegungsaktive Kinder. Nicht diese kleinen Zellen, wo man sich kaum um die eigene Achse drehen kann. 

Fremdsein

Dienstag, August 23, 2016




Fremdsein im eigenen Land. Dieses Gefühl ist mir vertraut. Aus meiner Kindheit, aus meinem Erwachsenenleben. Als Kind einer Italienerin und eines Deutschen in einer Kleinstadt aufgewachsen, spürte ich die Blicke der anderen, wenn meine Mutter mit mir unterwegs war. Man sah es mir an, das südländische Kind mit den dunklen Augen, dem dunklem Haar und dem olivenfarbigen Teint.  Die Leute musterten uns, wenn meine Mutter und ich in der Öffentlichkeit Italienisch miteinander sprachen. 

Noch heute spüre ich die auf uns gerichteten Blicke, die uns durchbohrten.  Deutsch lernte ich erst im Kindergarten sprechen. Meine Eltern unterhielten sich zuhause auf Italienisch und ich kann mich an meinen ersten Tag im Kindergarten erinnern, das Gefühl mich nicht verständigen zu können. Es war schlimm, doch auch recht bald überwunden. 

Dieses Anderssein, dieses Fremdsein, begleitete mich jedoch noch sehr lange. Es war immer das Gefühl nicht dazuzugehören, nicht ins Schema zu passen. Mein ausländischer, fremd klingender Name war nicht selten ein Hindernis. Oft falsch ausgesprochen sowohl von Erwachsenen als auch von Kindern. Es fiel mir schwer, es lastete auf mir. 

Eine Momentaufnahme

Dienstag, August 16, 2016



Ich hatte viele Ideen für neue Blogeinträge. Zwei Wochen Ferien eigneten sich ideal. Mäusekinds Papa und ich hatten uns gedacht, wir chillen auf Balkonien, unternehmen mit unserer Kleinen ein paar Tagesausflüge, werkeln ein wenig im Garten, ausspannen, schlafen, Freunde treffen… Und dann kam das Leben dazwischen. Ich wurde krank und lag richtig flach, dieses vier Tage komplett außer Gefecht sein, ausgeknockt. Wir mussten alles absagen. Ich habe wirklich fast 48 Stunden am Stück geschlafen. Der Körper holt sich manchmal mit Wucht, was er braucht. 

Für erholsame Träume braucht man eine gute Schlafunterlage (Werbung)*

Freitag, August 05, 2016


*Dieser Artikel ist in Kooperation mit boxspringbett-erfahrung.de von Dormando entstanden und wurde vergütet. Dennoch spiegelt er meine eigene Meinung wider.

Schlafen ist für mich eine Notwendigkeit, seit unsere kleine Maus da ist, haben Erholungsphasen für mich einen noch höheren Stellenwert als jeh zuvor. Schlafen bedeutet für mich vor allem Regeneration pur, wenn ich zu wenig davon bekomme, was durchaus öfters vorkommt, fühle ich mich den ganzen Tag gerädert und einfach nur furchtbar. Dann wird der Tag eine Qual, kein Kaffee vermag es mich dann aus diesem Tief herauszuholen.

Alles Banane? Blogparade: Alltagsfehler, die man immer wieder macht

Mittwoch, August 03, 2016


Die liebe Beatrice Confuss hat zur passenden Blogparade aufgerufen: Alltagsfehler, die man immer wieder macht. Da geselle ich mich gerne dazu, gehört doch Chaos zu meinem Naturell. Das Thema passt wie die Faust aufs Auge sozusagen. Los geht's:

1.) Ich plane oft spontan, was auf den Tisch kommt, gehe einkaufen und vergesse die Hälfte davon in den Einkaufswagen zu legen. Ähm ja, da wird man aber auch immer so abgelenkt von allem möglichen Firlefanz und randaliernedem Kleinkind, da hilft auch eine Einkaufsliste nicht, die lasse ich nämlich in meinem Wahn und in meiner Hektik gerne mal auf dem Esstisch liegen. Gedächtnis war halt nie so meine Stärke.

Du bist doof, du darfst nicht mitspielen – Handgreiflichkeiten bei Kindern

Dienstag, August 02, 2016


Seit unsere Tochter auf der Welt ist, treffe ich mich regelmäßig mit anderen Mamis aus dem Geburtsvorbereitungskurs. Früher als wir alle noch in Elternzeit waren, fanden diese Treffen einmal in der Woche statt, heute sind unsere Zusammenkünfte zwar sporadischer aber nicht minder erfreulich, besonders weil die Kleinen nun miteinander immer mehr interagieren, sich füreinander interessieren und mittlerweile sogar zusammen spielen. Es macht große Freude zu sehen, wie sie Vertrauen in die Welt gewinnen, sich gegenseitig beschnuppern und sich inzwischen sogar kennen und begrüßen. Sie lernen Sozialverhalten, schauen sich vieles voneinander ab und erkunden ihr Umfeld.

Gedanken über den Tod - Gedanken über das Leben

Montag, Juli 18, 2016


Irgendwann werden wir alle gehen müssen,  denn wir sind nicht für die Ewigkeit gemacht. Obwohl uns das im Unterbewusstsein klar sein dürfte, so versuchen wir diese Tatsache jedoch zu ignorieren und von uns wegzuschieben. Andernfalls würde uns dieser Gedanke ja in den Wahnsinn treiben.

Wir alle stehen mitten im Leben und haben hoffentlich noch viel Zeit. Wir alle hoffen auf einen natürlichen Tod, wenn wir alt sind und unser Leben gelebt haben. Aber leider wissen wir, dass das auch anders kommen kann. Dass das Leben unberechnebar ist und der Tod leider auch.

Eine Mutter sollte NIEMALS ihr Kind sterben sehen, aber auch einem Kind, sollte NIEMALS die Mutter genommen werden. Und dennoch passiert das leider immer wieder: Durch Krankheit, durch Unfälle, durch Kriege. Das Leben kann sehr grausam sein.

Wider dem Perfektionswahn: Einfach nur normal und glücklich

Mittwoch, Juli 13, 2016



Perfektion ist das neue Mantra

Dass wir Frauen, pardon wir Mütter im speziellen, nicht die perfekten elfengleichen Wesen sind, die jeden Tag freudestrahlend durchs Leben tänzeln, zugleich adrett und gepflegt sind, und immer ein Lächeln auf den Lippen haben, während wir Familie und Karriere miteinander zu vereinbaren suchen, das dürfte zumindest fast jeder, der halbwegs in der Realität angekommenen ist, verstanden haben.

Das in der Öffentlichkeit suggerierte Bild der wunderschönen Ehefrau, die zugleich Spitzenköchin, Sexgöttin und Haushälterin ist, deren Putzen zur heimlichen Leidenschaft gehört, der niemals der Geduldsfaden reißt, weil sie mit sich und der Welt im Reinen ist, die Pilates, pardon wie altmodisch, die natürlich Yoga, zur Bewusstseinsentfaltung täglich praktiziert und deren Körper als positiver Nebeneffekt dem einer Gazelle gleicht, darauf fallen, glaube ich, auch nur wenige rein. 


Mami unter jungem Gemüse

Freitag, Juli 08, 2016


Im Herzen fühle ich mich ja eigentlich jung. Mein Alter ist oft nur eine Zahl, die wenig über mich aussagt. Naja, so ganz stimmt das natürlich nicht, sie sagt etwas über meine Lebenserfahrung aus. Und ohne angeben zu wollen, die ist reichlich. Besonders in den letzten 10 Jahren hat sich da einiges angesammelt. Auf vieles davon hätte ich verzichten können. Anderes hat mein Leben unglaublich bereichert. Meine Tochter zum Beispiel. Ohne sie könnte ich mir mein Leben gar nicht mehr vorstellen. Und dennoch erscheint es mir manchmal surreal, dass ich Mutter bin. Dass dieses kleine Mädchen meine Welt geworden ist. Dass sie in Teil von mir ist, tief verwurzelt in meinem Herzen. 

Man sieht mir nicht an, dass ich eine Mutter bin. Das wissen die Menschen, denen ich auf der Straße begegne, nicht. Und dennoch ist das ein ganz wichtiger Aspekt meines Ichs. Viele sagen ja, dass ich mich gut halte. „Was schon 36?“ werde ich manchmal gefragt. "Das sieht man dir aber nicht an." Ich selbst kann das irgendwie ganz schlecht beurteilen. Manchmal, da bin ich so hundemüde, da fühle ich mich uralt. Da sehe ich echt zum Fürchten aus. Gruselig. Wie gut, dass ich keine langen weißen Nachthemden trage, sonst wäre ich reif für die Rolle des Schreckgespenstes. Vielleicht sollte ich aber mal über weiße lange Gewänder nachdenken, die kaschieren nämlich gut die Problemzonen ;-).

Dann gibt es Tage da fühle ich mich ganz wohl in meiner Haut. Da bin ich recht zufrieden mit meiner Welt und finde mich eigentlich auch ganz annehmbar für mein Alter. 

Und dann gibt es Tage, die sind wie aus einem Paralleluniversum. Heute war so ein Tag. 

Nahkampf an der Fütterungsfront: Kräftemessen rund ums Abendbrot

Dienstag, Juli 05, 2016





Ich gebe zu, meine Freude war grenzenlos als Mäusekind endlich feste Mahlzeiten zu sich nahm. Ich freute mich so sehr, sie ans Essen heranzuführen und je größer sie wurde, desto mehr probierte sie aus und sie entwickelte sich von einer kleinen Skeptikerin zu einer kleinen Experimentierprinzessin.

Alles wurde probiert und mit Inbrunst verschlungen, so viel, dass ich mich oft fragte, wo denn das ganze Essen denn bei ihr bliebe, denn sie ist schlank und zierlich. Gemeinsame Mahlzeiten waren für mich regelrecht ein Fest, auch deshalb, weil wir ganz zu Anfang erhebliche Startschwierigkeiten hatten und sie jeglichen Brei zuerst verschmähte, so auf die Art: Was wollt ihr denn bitte mit dieser Pampe? Mich etwa vergiften? Wo bleibt denn bitteschön die MILCH?!?

Für Mäusekinds Papa und mich erleichterte die normale Nahrung vieles in unserm Alltag und man kann, so empfinde ich es zumindest, viel entspannter die Zeit am Tisch verbingen und Essen auch gemeinsam als Familie zelebrieren.

Nun, seit geraumer Zeit, ist unsere Tochter jedoch sehr penibel geworden. Gemüse??? Was soll ich denn damit? Brokkoli, Karottengemüse, jegliches Grünzeug wurde von heute auf morgen verschmäht. 

Unser Kind hat unsere Liebe zerstört

Montag, Juni 20, 2016


Helena und Stefan hatten eine glückliche Beziehung, bis Helena schwanger wurde und anfing mit ihrem neuen Lebensentwurf zu hadern. Das Baby, das ihre Liebe küren sollte, entfremdete das einst so harmonische und glückliche Paar voneinander. Helena sagt selbst über sich, sie habe sich verändert, sie sei erschöpft und kraftlos und sie fühlt sich von Stefan im Stich gelassen. Ein sehr aufwühlender und ernüchtender Text über eine Beziehung, die mit dem Nachwuchs aus dem Gleichgewicht geraten ist. 

Wir waren ein Traumpaar

Unser Kind sollte die Krönung unserer Liebe sein, doch stattdessen hat es uns voneinander entfernt.
Stefan und ich waren ein glückliches Paar. Wir waren leidenschaftlich und voller Lebenslust. Beruflich erfolgreich, beliebt, ein großer Freundeskreis, immer gern gesehene Gäste auf jedem Event: Ein Traumpaar. 
Bevor Samuel auf die Welt kam, haben wir wunderbare gemeinsame Reisen unternommen: Bali, Honduras, Thailand, Orte an denen wir unvergessliche Zeiten hatten. Romantik, Spaß und Unbeschwertheit bestimmte unsere Leben.  Jedes Wochenende unterwegs. Uns fehlte nichts zum Glück. Doch, ein Kind, das sollte die Krönung sein. Wir waren uns einig, ein Baby würde unsere wunderbare bereits perfekte Beziehung noch perfekter machen. Ein Kind als Zeugnis unserer Liebe.

Die Infantin und ihre zwei Untertanen

Mittwoch, Juni 15, 2016






Manchmal da könnte ich glauben, dieses Kind ist nicht von mir. Aber ich weiß es natürlich besser. Als Mutter und Frau kann man im Gegensatz zu einem Mann und vermeintlichen Vater kein Kind untergeschoben bekommen, außer es wurde im Krankenhaus vertauscht. Ganz clever gelöst von Mutter Natur.  Da kann man sich als Mama  einfach nicht mehr rausreden und aus der Verantwortung stehlen. Aus der Nummer kommt frau nicht mehr raus. 

Vertauscht wurde unsere Tochter definitiv nicht. Dazu gab es keine Gelegenheit. Unter den wachsamen Augen des Herrn Papa, der skeptisch und zugleich ehrfürchtig den neuen Mitbewohner in Augenschein nahm, wurde das eigene Erbgut seit der Geburt im Krankenhaus nicht aus den Augen gelassen. 

Einschlaftipps für kleine Nachteulen (mit Werbung*)

Montag, Juni 13, 2016


*Dieser Artikel ist in Kooperation mit matratzen-test-sieger.de von Dormando entstanden und wurde vergütet. Dennoch spiegelt er meine eigene Meinung wider.
Wie ich bereits mehrere  Male angedeutet habe, ist unser kleines Mausekind nicht gerade die beste Einschlafkandidatin. Sie hat viel Energie und wehrt sich abends lange gegen das Zubettgehen. Als sie noch klein war, ließen wir sie deshalb unorthodoxer Weise oft im Laufstall einschlummern, das können wir heute natürlich so nicht mehr praktizieren. 
Besonders schwierig war für mich immer, dass unsere Tochter mich zum Einschlafen braucht. Ohne mich funktioniert das eben nicht, denn ich gleube nicht, dass Babys das Einschlafen wirklich lernen können. Zu Beginn war das für mich sehr zermürbend, eigentlich für uns alle drei, aber seit ich begriffen habe, dass es für sie eine Notwendigkeit ist, habe ich einfach mehr Verständnis für ihr Nähebedürfnis  und die Situation ist für uns alle entspannter geworden.
Dennoch gibt es einige Kniffe, die es uns leichter machen, dass unsere Maus sanfter in en Schlaf findet und uns allen das allabendliche Zubettgeh-Ritual stressfreier von Statten gehen lässt. 

Kinder ändern dich und deine Kreise

Freitag, Juni 10, 2016


Es ist wie es ist, sobald die Familie wächst, steht das alte Leben Kopf. Komplett, es gibt kein Zurück in die Vergangenheit. Und das ist gut so. Die Kinder haben Priorität und sie bestimmen unseren Tagesrhythmus.

Und dann ergab sich gestern auf Twitter folgende Diskussion, die mich zum Nachdenken brachte. 



Ja, ich kenne diese Art von Bekannten und Freunden auch. Die keine Nachsicht haben, dafür, dass unser Kind unsere Nummer eins ist und dafür, dass alles andere eben hinten anstehen muss. Aber es sind nicht immer die kinderlosen, die kein Verständnis aufbringen.

Reif für den Laufsteg und fit für die Putzchallenge: #Familienmoment(e) Nr. 14

Mittwoch, Juni 08, 2016

 

Unser gar nicht mehr so kleines Mäusekind liebt es im Mittelpunkt zu stehen. Sie posiert für die Kamera, grinst und winkt und lächelt Fremden zu und verteilt Diven gleich Luftküsse. Sie ist auch jetzt bereits sehr auf Styling bedacht und freut sich wirklich wie ein König, pardon, wie eine Königin, wenn Mama, alias ich, ihr ein neues Kleidungsstück mitbringt. Unsere Tochter ist wirklich ein Strahlemäuschen und ein sehr fröhliches Kind. Das erfreut mein Herz.

Diese Woche gibt es zwei Familienmomente, die ich euch nicht vorenthalten kann, beim zweiten gibt es sogar einen Videobeweis.

36 Fakten über mich wie ich Lebensjahre zähle

Dienstag, Juni 07, 2016



36 Fakten über mich wie ich Lebensjahre zähle. Auf geht's!

  1. Ich bin zwar 36 fühle mich zuweilen aber wie Mitte 20. Manchmal vergesse ich tatsächlich wie alt ich bin und ich muss nachrechnen.
  2. Ich liebe Tiere, Hunde ganz besonders.
  3. Für Italien schlägt mein Herz. Als  Kind und Teenager, fühlte ich mich jedoch zwischen meiner italienischen und deutschen Heimat hin- und hergerissen. Heute schlagen zwei Herzen in meiner Brust und ich bin im Einklang mit mir selbst.
  4. Und da wären wir schon bei meinem Temperament: Ich bin sehr aufbrausend (aber nur mit Menschen, die ich sehr mag und denen ich vertraue (was für eine Ehre, was ;-)?!) oder aber man reizt mich wirklich, wirklich bis zur Weißglut.

Empathie zwischen Müttern

Montag, Juni 06, 2016

Oft sagen wir Dinge ohne Bedacht und richten unbewusst großen Schaden an. Doch jede Situation ist anders, jeder verarbeitet Erlebtes auf seine Weise und nicht immer wissen wir um die Geschehnisse und um die wahren Empfindungen unseres Gegenübers. Der Text von Sabrina will sensibilisieren, will Mütter einander näher bringen, anstatt zu entzweien.

Manchmal sagen wir Dinge und vergessen dabei ganz, was sie bei unserem Gegenüber auslösen könnten. Manchmal verletzen diese Dinge. Zutiefst. Das haben wir nicht gewollt. Vielleicht ist es gerade deshalb an der Zeit vorher darüber nachzudenken, wie wir Dinge sagen. Wir können sie ja sagen - nur bitte nicht durch Vergleiche mit unserem Gegenüber....

Meine Wahrheit über die Kaiserschnittgeburt [#Blogparade: Die Wahrheit über's Kinderkriegen]

Donnerstag, Juni 02, 2016


Die liebe Berenice vom Blog Phinabelle ruft zur Blogparade auf: „Meine Wahrheit über‘s Kinderkriegen“ und ich nehme diese Möglichkeit zum Anlass über meine Geburtserfahrung zu schreiben. Wie ich einige Male auf dem Blog bereits durchblicken ließ, hatte ich einen geplanten Kaiserschnitt. Bevor hier eine Welle der Entrüstung durch Bloggerhausen geht, bitte ich euch, nicht vorschnell zu urteilen, sondern meinen Text mit Bedacht zu lesen.
Denn eins ist sicher: Die Annahme, ein Kaiserschnitt sei der leichtere (und feigere) Weg ein Kind auf die Welt zu bringen, ist mit Sicherheit nicht richtig. Ich möchte aber mit meinem Beitrag auch all jenen Mut machen,  die einen Kaiserschnitt vor sich haben (aus welchen Gründen nun auch immer) und zeigen,  dass es nicht immer zu einem Trauma kommen muss, sondern, dass auch diese Art der Geburt harmonisch und komplikationslos verlaufen kann. Denn am Ende der Schwangerschaft zählt nämlich vor allem unser Kind und nicht wie wir es entbunden haben.

Mama im Hamsterrad

Sonntag, Mai 29, 2016




Ich brauche mich nicht zu beschweren, was meinen Stresspegel angeht, denn ich habe ja nur ein Kind. Die Wahrheit ist aber zur Zeit, dass ich äußerst abgespannt bin. Ich bin müde. Sehr müde. Und ich habe wenig Geduld. Manchmal würde ich  mich einfach gerne mal hinlegen und einfach nur schlafen. Lange schlafen. Aber das geht nicht. Weil Mäusekind tagsüber gar nicht schläft, abends erst zwischen 21 und 22 Uhr zur Ruhe findet und morgens bereits um 7 Uhr topfit ist. 

Meine Realität sieht so aus, dass ich im Moment ziemlich an meine Grenzen komme. Ich bräuchte Urlaub. Nicht von meinem Kind, um Gotteswillen, aber von der Verantwortung. Ich hätte gerne mal für eine Woche ein Nanny. Die rund umdie Uhr nur mein Kind bespaßt. Klingt egoistisch? Ist es vielleicht auch. 

…und plötzlich ist die Mama doof #Familienmoment Nr.13

Mittwoch, Mai 25, 2016


Unser #Familienmoment diese Woche ist weniger erfreulich. Zumindest für mich. Meine Tochter war so in ihrem Wutrausch, dass sie sonst nicht viel mitbekommen hat. Folgendes ereignete sich vor einigen Tagen:



Mäusekind kaute vergnügt auf ihrem Keks. Es war bereits ihr dritter, großzügig ausgehändigt vom Herrn Papa. Schmatzend lies sie sich ihr Gebäck schmecken während ich etwas unter Zeitdruck war und das Haus für diverse Erledigungen verlassen wollte.  
Die Ungeduld übermannte mich. Ich wollte unserer Tochter noch schnell die Jacke anziehen, damit wir uns auf den Weg machen konnten. Mit Keks in der Hand ein unmögliches Unterfangen! Also wagte ich es, ihr diesen abzunehmen, um sie anzuziehen.

Flohmarktfunde: Kinderkleidung-Haul - Projekt #Nachhaltigkeit

Montag, Mai 23, 2016


Wie ich bereits vor einiger Zeit in meinem Artikel zu mehr Nachhaltigkeit: Fair(er) und nachhaltig(er) Leben  - ein Selbstversuch dargelegt habe, versuche ich mein Leben von Grund auf zu ändern hin zu mehr Bewusstsein meines Konsum- und Kaufverhaltens. Aus diesem Grund gibt es nun ab heute auch die Rubrik GE-KLEIDET, in der nachhaltige Outfits für Mama und Kind gezeigt werden sollen. Dabei geht es aber nicht nur um faire Labels, sondern auch um das bewusste Kaufverhalten von Kleidung, Secondhand oder aber recyclete Kleidungsstücke, die wieder den Weg aus den Tiefen des Schrankes in unseren Alltag finden. 

Am Samstag bot sich bereits die Gelegenheit, denn bei uns fand der allseits beliebte Kinderflohmarkt statt, der viele Besucher anlockt. Unsere Maus benötigte unbedingt Sommerkleidung und so haben wir dort ihre Gardarobe um viele, viele Kleidungsstücke erweitert. 
Gebrauchte Kinderkleidung zu kaufen, hat in meinen Augen mehrere Vorteile: Man erhält teilweise neuwertige Kleidungsstücke, denn diese sind aufgrund des schnellen Wachstums der Kleinen kaum getragen, sie sind frei von Schadstoffen, da sie bereits mehrere Male gewaschen wurden und man vermeidet Berge von Textilmüll. Insofern halte ich Secondhand für eine gute Möglichkeit bewusst etwas für unsere Umwelt zu tun. 

Der Kinderlosen-Rant

Freitag, Mai 20, 2016



Ich gebe zu, der Titel ist provokativ und er trifft natürlich nicht auf alle kinderlosen zu. Er umfasst überdies auch eine Gruppe Menschen, die bereits große Kinder haben, erwachsene Kinder oder solchen Nachwuchs, der bereits aus dem Gröbsten raus ist und es sind dann eben diese Menschen, die sich mal einfach nicht daran erinnern wollen wie es denn so ist als Mama mit einem oder mehreren kleinen Sprösslingen.

Gemeint sind hier aber auch alle Egoisten, die meinen, die Welt läge nur ihnen zu Füßen und alles dreht sich nur um sie. Ja, die Spezies begegnet immer wieder. Sie drängeln sich vor, klauen Parkplätze, behandeln Servicemitarbeiter herablassend.  Diese Kategorie Mensch überschneidet sich sehr, sehr oft mit einer bestimmten Gruppe kinderloser. Sie bilden irgendwie eine Schnittmenge der Ekelpakete. Manchmal könnte ich wirklich im Strahl kübeln. 

Der Körper nach der Schwangerschaft: Über Stereotypen und wahre Schönheit

Mittwoch, Mai 18, 2016



Die Geburt ist eine Naturgewalt, sie ist der Quell allen Lebens, durch sie kehren wir zu uns selbst, zu unserem Ursprung zurück. Nackt wurden wir geboren, nackt stoßen wir den Kreislauf des Lebens von neuem an. Es ist eine Urkraft, die in uns ist, die uns die Fähigkeit schenkt, über uns selbst hinauszuwachsen. Unser Körper ist ein Wunder: Er schenkt Leben und er verändert sich dabei: Wir werden schwerfällig, wir werden rund und geben ein Stück unseres alten Ichs dabei auf. 

Oftmals geht dieser Teil von uns verloren, bleibt auf der Wegstrecke der Schwangerschaft zurück und kommt nicht mehr wieder. Das mag zuerst wehmütig und traurig klingen; ich empfand es zumindest nach der Geburt so. Mein Körper hat sich gewandelt und ich gehöre nicht zu den Frauen, an denen die Schwangerschaft spurlos vorübergegangen ist.  Am Anfang fand ich es schlimm, heute habe ich erkannt, dass mein Körper mein Abbild ist. Er ist der öffentliche Teil von mir, das was meine Mitmenschen zuerst sehen. Er ist nun die ältere, etwas mitgenommenere Version meines jüngeren Ichs. 

Alle Mütter werden mir zustimmen, dass man spätestens beim Betreten des Kreissaales die Scham an der Eingangstür abgibt. Sämtliche Menschen sehen dich so wie du geschaffen bist, ein intimer Prozess findet unter den Augen von dutzenden Personen statt, die den Raum betreten und wieder verlassen.

Fair(er) und nachhaltig(er) leben - Ein Selbstversuch

Sonntag, Mai 15, 2016




Bevor ich eine treue Anhängerin von Mama-Blogs wurde und in diese mir neue Welt eintauchte, war ich eine stille aber eifrige Mitleserin von Fashionblogs. Auch heute verfolge ich diese ab und an, aber ich muss zugeben, dass ich mich damit sehr viel weniger als früher beschäftige.

Einer Bloggerin bin ich jedoch nach wie vor treu geblieben: Maddie von DariaDaria. Ich mag sie unglaublich gerne und für mich ist sie authentisch, sympathisch und einfach eine aufrichtige junge Frau, die ihren Weg geht. Nicht weniger beeindruckend ist für mich jedoch, dass sie sich von einer reinen Fashion- zu einer FAIR-Fashion-Bloggerin entwickelt hat. Sie lebt vegan und ist Verfechterin für nachhaltige Mode. Dass sie einen Nerv der Zeit getroffen hat, zeigt ihre große Fangemeinde.

Frust frustet - Freude erfreut. Warum Kinder glückliche Eltern brauchen

Donnerstag, Mai 12, 2016


So simpel ist das: Wer sich grämt, der hat kein schönes Leben. Sich Sorgen machen, sich abhetzten, abrackern, abmühen - viele Worte um Frust zu beschreiben. Eine Spirale der Unruhe und der Unzufriedenheit. 

In meiner Jugend fiel mir mal ein Buch  in die Hände, das bereits die besten Jahre hinter sich hatte aber auch noch heute aktuell ist. "Sorge Dich nicht - lebe" von Dale Carnegie. Ich bin ehrlich, ich bin ja nicht so der Ratgeber-Typ. Ich mache gerne mein Ding und alles zu psychologisieren, finde ich anstrengend. Denn wir ticken nicht immer nach Schemen und Mustern, sondern sind gefühlstechnisch modular zusammengesetzte Individuen. Geprägt von diversen Einflüssen, ohne Frage, aber alle über einen Kamm scheren, scheint mir nicht dem einzelnen gerecht zu werden … Mag ja sein, dass die Allgemeinpsychologie oft greift, doch ich muss gestehen, ich habe noch nie einen Ratgeber zu Ende gelesen. 

Aber nun zurück zu Carnegie: Ich kam bis zu folgendem Ratschlag:  Man solle seine Ängste visualisieren und sich diese vorstellen wie sie real wären. Stelle dir also das schlimmste vor, was passieren könnte und stelle dich dem. Fühle dich hinein und plötzlich erscheint es mit klarem Verstand nicht mehr so furchterregend wie es sich in der Fantasie oft darstellt. Dieser Satz reichte mir, um das Buch zur Seite zu legen. Er war prägend. Man visualisiert seine Angst und sucht Lösungswege aus ihr heraus. 

Was will ich jetzt damit auf einem Mama-Blog? Ganz einfach. Ich glaube, dass wir unseren Kindern ein sicheres, geborgenes Nest bieten müssen. Unsere Ängste, unseren Missmut projietzieren wir unbewusst auch in die Beziehung zu unseren Kindern.

Chaosqueen mit Stilldemenz #Blogparade #Schwangerschaftsdemenz

Montag, Mai 09, 2016


Die liebste Nätty von Bilderbuchbaby hat zur Blogparade "Schwangerschaftsdemenz und äh … dingens … Stilldemenz!" aufgerufen: Gedächtnislücken während der Schwangerschaft und/ oder des Stillens soll man zum Besten geben. Da bin ich natürlich gleich mit von der Partie. Denn: Mit Verdrängung kenne ich mich aus. Bestens. Ist quasi mein zweiter Vorname. 
Es gab ehrlich gesagt schon vor der Schwangerschaft diverse dubiose Episoden und nun nach dem Abstillen auch, wahrscheinlich Relikte aus jener Zeit. Die könnte ich doch glatt zu meinen #Muddimutationen hinzufügen ;-).


Nun ja, ich berichte von einer im Nachhinein lustigen Episode meiner Stilldemenz. Damals fand ich das nicht komisch. Ganz und gar nicht. Es endete sogar in einem Wutausbruch meinerseits. Meine Nachbarn kennen mich mittlerweile, das südländische Temperament geht manchmal mit mir durch und mein Ruf eilt mir voraus. 

Die Zeit, die uns noch bleibt - Ein Brief an meine Mutter

Sonntag, Mai 08, 2016


Die Zeit rinnt mir durch die Finger. Während ich als kleines Mädchen und als junge Erwachsene das Gefühl hatte, ein unerschöpfliches Kontingent an Zeit zu besitzen, so merke ich in den letzten Jahren, dass das Leben wahnsinnig an Tempo zugenommen hat. Besonders seit ich selbst Mutter bin, weiß ich nicht wo die Zeit bleibt,  Tage und Wochen verfliegen mit einem Wimpernschlag. Und je schneller die Zeit vergeht, desto mehr wird mir bewusst, wie wenig davon uns zusammen noch bleibt. 

Du hast den größten Teil deines Lebens schon gelebt und es macht mir Angst, dass du eines Tages nicht mehr an meiner Seite sein wirst. Große Angst, denn ich bin eigentlich immer noch ein kleines Mädchen, das seine Mutter braucht, das DICH braucht. Du bist für mich meine Insel, mein ruhender Pol.  Und obwohl wir doch so unterschiedlich sind, so gleichen wir uns doch auch in vielen Dingen. 

Du kennst mich besser als jeder andere Mensch auf dieser Welt, du hast mich geboren, großgezogen, geliebt, begleitet und mir beigestanden. Und das tust du immer noch. In allen Lebenslagen, obwohl du selbst nicht mehr so stark sein kannst, wie du sein solltest, weil die Krankheit dich gezeichnet hat.

Ein Gruß aus meiner Küche #Homestories

Sonntag, Mai 01, 2016



Nein, diesmal gibt es kein Rezept. Es geht vielmehr um die #MyRealkitchen Challenge von 2kindchaos, die wie eine Bombe in die Bloggerwelt eingeschlagen hat. Mehr Realität im Internet und in der Mamabloggerwelt, das ist die Intention. Unaufgeräumte Küchen wohin das Auge blickt. Ich finde die Idee lustig, sehr sogar.

Teilnehmen möchte ich aber nicht. Warum? Ich gucke mir lieber Bilder von aufgeräumten und sauberen Küchen an, denn in das Grauen blicke ich ja jeden Tag: Bei uns zuhause. Ich hasse das. Dieses ständige Hinterherräumen, Aufräumen, Wegräumen, Chaosbewältigung in jeder Ecke. Ich war ja noch nie sonderlich strukturiert im Haushalt. Noch nie. Dafür habe ich andere Qualitäten, sage ich mir dann immer. Muss mein Mann auch so empfinden, sonst hätte er mich ja nicht geheiratet trotz Chaos im Kopf. Und dieses Choas im Kopf das spiegelt sich leider auch in unserem trauten Heim wider. Ich nenne es allerdings Kreativität. Meine Ideen florieren proportional zur Unordnung. Einen Tod muss man eben sterben.

#Gesagt - Gedanken eine Stimme geben

Freitag, April 29, 2016

Gedanken und Gefühle auszusprechen ist nicht immer heilsam, denn in vielen Fällen können Worte einen Sturm auslösen: Der Empörung, des Unverständnisses, der Missgunst.

Gerade als Blogger öffentlich hinter einem Beitrag mit Namen zu erscheinen, macht einen angreifbar. Es bietet Angriffsfläche für Freunde und Verwandte aber auch für Außenstehende, die persönlich werden, sich selbst aber auch oft hinter dem Deckmantel der Anonymität verstecken. 
Man ist vorsichtig, was man offen thematisiert, weil man auf der deinen Seite niemanden verletzten, auf der anderen Seite sich aber auch selbst nicht ins Kreuzfeuer der Kritik manövrieren will. 

…und plötzlich kann sie gehen #Familienmoment Nr. 12

Mittwoch, April 27, 2016


Es war einige Zeit ruhig um unsere Familienmomente. In diesen Wochen sind wieder viele Meilensteine erreicht worden: Z.B. sprudeln mittlerweile nur so die Worte aus Mäusekinds süßen kleinen Mund. Unsere Kleine brabbelt und brabbelt: Nonna, Oma, Wauwau, Bimba, Banana, brava, palla ein bunter Mix aus deutschen und italienischen Wörtern. Denn die Nonna und ich versuchen sie bilingual zu erziehen. Das ist so süß, dass die ganze Familie immer aus dem Häuschen ist und begeistert Beifall klatscht, wenn sie wieder ein Wort so niedlich ausspricht.

Die Muddi-Mutation: Heilung unwahrscheinlich

Montag, April 25, 2016




Wer hätte das gedacht, dass ich als Mama Eigenschaften und Eigenarten entwickeln würde, die ich mir vorher nie hätte träumen lassen und die ich in meinem vorherigen Leben höchstwahrscheinlich nur mit einem Naserümpfen kommentiert hätte. Tja, man wird im Leben immer eines besseren belehrt.

Romantik mal anders Teil 2: Mehr anders als Romantik

Samstag, April 23, 2016


Wie war das doch gleich? Das Leben schreibt manchmal die schönsten Geschichten? Oder die originellsten oder die tiefgründigsten? In unserem Fall einfach mal die nervigsten. 

Das Autodrama Akt Nr. 2 nahm seinen Lauf. (Zum ersten Teil gehts übrigens hier entlang).
Nachdem mein geliebtes Auto abgeschleppt wurde, stellte sich glücklicherweise heraus, dass es keine große Sache war, sondern lediglich eine Klappe ausgetauscht werden musste. Da es aber nun 10 Jahre alt ist, haben wir beschlossen, dass wir beim Verkauf jetzt noch einen vernünftigen Preis bekommen, bevor der Wertverfall zu weit voranschreitet.

Zurück im Arbeitsalltag: Zwischen Büro und Kinderbetreuung

Mittwoch, April 20, 2016




Die Arbeitswelt hat mich wieder. Das Elternjahr ging viel zu schnell vorüber und ich frage mich immer noch, wo denn die Zeit geblieben ist.  Einer anderen Tätigkeit nachzugehen ist einerseits  schön, weil mir nicht mehr die Decke auf den Kopf fällt und ich außer Kind auch neuen Herausforderungen nachgehen kann, andererseits ist es auch sehr stressig und ich muss zugeben, dass ich am Abend sehr viel müder bin als ich es je zuvor gewesen war. Denn obwohl ich nur halbtags wieder eingestiegen bin, so ist mein Tag anstrengender und vollgepackter.

Morgens aufstehen, sich zurecht machen, unter Zeitdruck die Kleine anziehen und füttern, ihre Sachen einpacken, sie zur Tagesmutter oder zur Oma bringen, zur Arbeit fahren und danach wieder die Kleine um halb zwei abholen, gleicht manchmal einem kleinen Hürdenlauf.

Von großen Gefühlen und modernen Unverbindlichkeiten: Welche Werte kann ich meinem Kind noch vermitteln?

Freitag, April 15, 2016



Manchmal zerbreche ich mir den Kopf über ungelegte Eier. Ich sehe einen Fernsehbeitrag, lese einen Zeitungsartikel und es lässt mich nicht mehr los. Ich bin ein Kopfmensch und ein ziemlich altmodischer noch dazu. Konservativ trifft es ganz gut. Über die heutige Partnersuche ging es in einem schlecht recherchierten Beitrag vor einigen Tagen. Moderne Beziehungen, die feiernde Jugend, die moderne technologische Entwicklung. Ein Querschnitt unserer Gesellschaft.

Gaumenschmauß für große und kleine Genießer: Gnocchi mit Bärlauchpesto

Mittwoch, April 13, 2016





Zeit mal wieder für ein Rezept auf dem Blog. Seit Mäusekind ja Zähnchen hat, ist es eine Freude Essen mit ihr zu zelebrieren. Sie ist wirklich kein Kostverächter und ist noch dazu eine leidenschaftliche Esserin. 

Manchmal muss es aber auch schnell gehen. Zeitmangel und qualitativ hochwertiges Essen müssen kein Widerspruch sein.  Lecker, gesund und schnell: Gnocchi mit Bärlauchpesto :-)

Welcome to my fabulous life: Mein Beitrag zur Blogparade #Regrettingbloggerhood

Montag, April 11, 2016



Quelle: Pixabay

Eine Welle des Hinterfragens geht durch die Elternbloggerszene. Wieviel darf man von sich, von seinen Kindern preisgeben, wieviel Einblick erträgt eine Familie durch die Bloggerei der Mutter oder der Eltern? Noch ne Muddi ruft zur Blogprarade auf. Können wir mit gutem und reinem Gewissen vor unseren Kindern ihr Leben öffentlich mit Fremden teilen? Eine schmale Gradwanderung, die wir manchmal vollführen, finde ich.  Was ist erlaubt, was ist zu viel?

Romantik mal anders

Samstag, April 09, 2016


Das Leben schreibt ja bekanntlich die schönsten Geschichten. Oder die originellsten, oder die tiefgründigsten. Manchmal liefert es aber auch schlichtweg simple Erkenntnisse, die einem Geborgenheit schenken. So wie bei uns geschehen vor einigen Tagen. 

Folgendes ereignete sich letzten Donnerstag:  Wir befanden uns auf dem Rückweg von einer Familienfeier. Die Uhr zeigte schon kurz nach acht. Mäusekind war auf dem Rücksitz bereits eingeschlafen und wir wollten sie so schnell wie möglich ins Bett bringen.

Mütter im Jammertal: Von Hausmütterchen und Karrierefrauen

Mittwoch, April 06, 2016


Quelle: Pixabay

In der aktuellen Zeitschrift Eltern (April 2014, S. 76f) las ich einen hervorragenden Artikel der Autorin Verena Carl „Jammer-Mamas, Depri-Daddys“, über die neue Bücherflut sich ständig beklagender Eltern, die ihre Kinder verantwortlich machen für ihre gescheiterten Lebensentwürfe: Der Nachwuchs hat die unerfüllten Wünsche, den Karriereknick, den schwindenden Kontostand und den nicht mehr vorhandenen Lifestyle der Eltern, vornehmlich der Mamas, zu verantworten. 
Die Studie "Regretting Motherhood" hat eine Welle des Jammerns und Beklagens hervorgerufen und immer neue Mütter springen auf diesen Zug auf und klagen an: Ihre Kinder, die Gesellschaft, das Rollenverständnis. Unzufriedene Mamas wohin das Auge blickt.

Top 3 der Ausreden, die als Eltern immer funktionieren

Montag, April 04, 2016



Quelle: Pixabay

Das Mamasein hat ja unglaublich schöne Seiten, aber ganz so stressfrei ist das Ganze ja ehrlich gesagt nicht. Immer ist man in Eile, man muss tausend Dinge auf einmal erledigen und ständig bleibt irgendetwas auf der Strecke. 

Bekanntes Szenario: Man hat die Wickeltasche gepackt, das Baby ausgehfein gemacht, den Buggy ins Auto verfrachtet und nun möchte man gerade das Haus verlassen, hat schon alles bereit, ja und dann riecht das Kind plötzlich aus heiterem Himmel etwas streng: Die Windel ist wieder fällig. Also Kommando rückwärts: Wieder rein in die Wohnung, Kind wieder raus der Jacke und erst einmal frisch machen. Dann kommt man natürlich zu spät. Ist ja klar, es braucht halt alles seine Zeit. Kannste nix machen. 

Aber es gibt auch Situationen, da ist es ganz praktisch so ein kleines Baby oder ein Kleinkind zu haben, man hat nämlich super Ausreden. Kind ist schuld, Mama ausnahmsweise unschuldig. Höhere Gewalt sozusagen. 

Wenn der Papa mit der Tochter: Über modische Verfehlungen und gewagte Textilexperimente

Freitag, April 01, 2016




Papa ist einfach der Beste! Das sieht wohl jedes Kind so. Papa ist ein Vorbild, er ist meistens nicht so streng wie die Mama, die ja oft die meisten Kämpfe ausfechtet, weil sie einfach über den Tag verteilt auch die meiste Zeit mit dem Nachwuchs verbringt. 

Unsere Tochter strahlt übers ganze Gesicht, wenn Papa am Abend die Haustür herein kommt. Dann lacht sie und gluckst, und egal wie stressig der Arbeitstag für Papa war, alles ist mit ihrem Lächeln auf einen Schlag vergessen.

Papa wickelt und füttert, er spielt und trägt, er schaukelt und scherzt. Mäusekind findet das super klasse. Der Papa ist einfach ein toller Spielkamerad und meist auch geduldiger als die Mama, die oft noch viele, viele, viele andere Dinge im Kopf hat und auch total froh ist, wenn der Papa abends dann nachhause kommt und auch einen Teil des Kinderentertainmentprogrammes übernimmt. ;-)

…und dann kam die Wut

Mittwoch, März 30, 2016


Wir alle kennen das: Man wird öffentlich angegriffen, bloß gestellt, aus heiterem Himmel, ohne Vorwarnung lässt jemand eine Bombe platzen, mit dem Ziel möglichst viel Verwüstung und Schaden anzurichten und zwar bei uns. Genau wir sind das anvisierte Ziel. Aus Gehässigkeit, aus Bösartigkeit, vielleicht auch nur aus Neid oder unbedacht aus Dummheit. Ist in dem Moment aber ehrlich gesagt auch vollkommen egal. Das verbale Geschoss hat uns mit voller Wucht getroffen. Man ist einfach so vor dem Kopf gestoßen, dass einem dazu nichts einfällt. Man bleibt wie versteinert stehen und kann irgendwie nichts erwidern. Keinen Ton bekommt man über die Lippen, keinen Pieps, nur ein unsouveränes Gemurmel oder noch schlimmer: Rechtfertigungen. Der Anfang allen Übels. Rechtfertigungen vor einer dummen, unsensiblen Person, die sich in den Mittelpunkt stellen will, die es nötig hat, andere schlecht zu machen, um selbst gut dazustehen. 

Einschlafprobleme die Zweite – Unser Zubettgehritual 2.0

Montag, März 28, 2016




Ich hatte bereits einen Artikel verfasst, wie wir es zunächst geschafft hatten, unser Einschlafproblem fern von allen Erziehungsratgebern zu lösen und uns diese Methode zunächst zu einer entspannten Einschlafsituation verholfen hatte. Nach monatelangem Spießrutenlauf ließen wir unsere Kleine einfach im Laufstall einschlafen. Nachdem alle anderen Versuche gescheitert waren und Mäusekind  sich immer in den Schlaf weinte, egal ob mit mir im Elternbett oder in ihrem Kinderbett von dem ich nicht von ihrer Seite wich, waren wir schließlich dazu übergegangen, sie selbst ihren Schlafrhythmus bestimmen zu lassen. Nach dem Abendessen machte ich sie bettfertig und setzte sie dann in den Laufstall wo sie nach ausgiebigem Spiel und Spaß einfach einschlummerte. Wenn Papa und ich dann ins Bett gingen, lagerte ich sie einfach in ihr Kinderbettchen um.