Das neue Jahr –alles wird anders –alles auf Anfang? Mama wird vernünftig!

Samstag, Januar 02, 2016



Zum neuen Jahr sind die guten Vorsätze zahlreich! Eigentlich wie jedes Jahr. Abnehmen steht bei mir groß auf dem Programm. Dicht gefolgt von mehr Bewegung. Freundschaften mehr pflegen. Mehr an die frische Luft. Steuer diesmal pünktlich abgeben. Geregelte Bügel-, Wasch- und Putztage einführen (hüstel). Weniger shoppen (Doppel hüstel³). Also mal ehrlich, im Grunde ist das ja mal alles Käse. Neu erfinden werde ich mich in diesem Jahr bestimmt auch wieder nicht.  Warum brauchen wir immer das neue Jahr, um uns zu finden und zu ordnen? Warum fangen wir nicht einfach an? JETZT, HEUTE?  Mir liegt das Spontane sowieso mehr als das Geplante. Alles werde ich sowieso nicht schaffen. Warum? Weil ich mir immer viel zu viel vornehme. Das war schon immer so und das wird wohl auch so bleiben. Allerdings ist diese Erkenntnis neu.

Vor vielen Jahren habe ich das Rauchen aufgegeben. Sämtliche davor gestartete Versuche sind immer gescheitert. Bis an dem Tag von dem ich von heute auf nachher, einfach die Zigarette ausgemacht habe und mir geschworen habe: Das war meine letzte! Und so war es auch. Seit 11 Jahren lebe ich rauchfrei. Darauf bin ich stolz. 

Ich habe 15 Kilo abgenommen. Zahlreiche Anläufe waren erfolglos, bis ich eines Tages ohne Planung, ohne Vorwarnung für mich entschlossen habe, so jetzt reicht es! Ich habe mich durchgebissen (haha, welch Ironie ;-) und es geschafft. (Jetzt nach der Schwangerschaft habe ich leider immer noch 6 Kilo zuviel).

Was ich damit sagen möchte, wenn in meinen Augen wirklich Handlungsbedarf besteht, dann ziehe ich es durch. Alles, was nicht wirklich wichtig ist, das dümpelt dann eben so vor sich hin. Wir sollten in uns reinhören, was wir wahrhaftig bewegen und ändern wollen. 

Sind die paar Kilos zu viel wirklich tragisch? Ganz ehrlich? Für mich im Moment nicht. Das heißt nicht, dass sich das nicht noch ändern wird, aber jetzt lebe ich ganz gut damit und fühle mich wohl. 

Ist es schlimm, wenn Freundschaften nicht mehr so regelmäßig gepflegt werden? Ja, das finde ich. Also diesen Punkt möchte ich wirklich versuchen umzusetzen.

Sind Bügel- und Putztage sinnvoll? Klar, sind sie das! Aber glücklicher werden sie mich auch nicht machen.

Bewegung: Macht Spaß, sollte ich versuchen mehr in meinem Alltag einzubauen!

Steuer: Ganz dickes JA. Ich hasse Steuer, jeh eher das erledigt ist, desto besser.

Weniger shoppen? Wäre vernünftig…mal schauen, es macht aber auch so viel Freude …

Was hat denn nun eigentlich dieser Artikel auf einem Mama-Blog verloren? Vielleicht nichts. Vielleicht aber doch, denn wir Mütter sind eben auch nur ganz normale Menschen mit Vorzügen und Unzulänglichkeiten. Wir sind ganz eigenständige Persönlichkeiten mit eigenem Charakter, Vorlieben, Abneigungen und Fehlern. Auch wir haben Ziele, Träume, Wünsche. Wir sollten in uns hineinhören, was uns wichtig ist, womit wir wirklich unzufrieden sind und was wir aus tiefstem Herzen ändern wollen, damit es uns besser geht.   

Seit ich Mama bin, habe ich nun nicht nur Verantwortung für mich selbst, sondern auch für mein Kind. Ich möchte ihm in allem mit gutem Beispiel vorangehen, das heißt nicht, dass ich meiner Tochter Perfektion vorleben werde, weil das einfach nicht in meiner Natur liegt. Aber ich werde mir Mühe geben, das zu ändern womit ich WIRKLICH unzufrieden bin, damit sich meine neu erreichte Zufriedenheit auch auf unseren Alltag auswirkt. Denn eine glückliche Mami, überträgt dieses Gefühl auch auf ihr Kind. Meine wirklichen Ziele und nicht nur für dieses Jahr, sondern allgemein, sehen eigentlich so aus:

  1. Wieder ein Buch lesen! (und zwar nicht auf dem Klo oder in der Badewanne, bevor Mausekind wieder zum Angriff übergeht).
  2. Früher ins Bett gehen und mehr schlafen. Im Grunde bin ich ja nicht anders als mein Baby. Ich wehre mich dagegen, weil ich denke, ich muss die Zeit für mich nutzen, wenn meine Tochter schläft. Dabei übersehe ich eigentlich, dass Schlaf sehr wohl ME-Time bedeutet.
  3. Mich mehr mit meinen wirklichen Freundinnen treffen.
  4. Mich von Menschen trennen, die mir nicht gut tun. 
  5. Ein wenig mehr Bewegung in meinen Alltag integrieren.
  6. Ausmisten meines Kleiderschrankes (DAS fällt mir wirklich, wirklich schwer, trägt  aber zur Seelenhygiene bei).
  7. Mehr Zeit für uns als Paar. 

Das ist also meine echte ungeordnete Liste über die Dinge, die mir am Herzen liegen und mir viel bedeuten.
Also, alles auf Anfang? Nein, nur kleine Schritte für ein besseres Wohlbefinden.

Ich wünsche euch allen einen grandiosen Start ins neue Jahr, ob mit oder ohne gute Vorsätze. Die Hauptsache ist ja wohl, dass wir alle ein bisschen mehr Einklang mit uns selbst finden, es bedarf nicht immer Meilensteine um stolz auf sich zu sein.

Wie sieht es bei euch aus mit den guten Vorsätzen im neuen Jahr?

Alles Liebe, 

Anna


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