#Familienmoment 3: Plitsch-Platsch-Badespaß und ein kleines Malheur :-)

Freitag, Januar 15, 2016


Auch heute kommt mein Familienmoment erst am Freitag, es scheint fast so, dass sich dieser Tag zur festen Instanz dafür entwickelt. Da private Vorkommnisse dazwischengefunkt haben, reiche ich ihn hier noch schnell nach. Ich bitte um Nachsicht. :-) 
Wir waren das allererste Mal alle zusammen als Familie im Schwimmbad. Für Mäusekind war es eine ganz neue Erfahrung, eine Premiere sozusagen, sie kannte außer der Badewanne keine großen weiten Gewässer und ich befürchtete schon, sie würde weinen und panisch reagieren, denn ihr müsst wissen, dass es einige Zeit dauerte, bis das Baden überhaupt entspannt von Statten ging. Es dauerte einige Monate bis sie es ohne Geschrei akzeptierte, eigentlich erst, nachdem sie sich durch ihre Quietscheente ablenken ließ und diese Veranstaltung sich für sie zu einem Spaßfaktor entwickelte. 
Zuvor weinte sie immer sobald sie mit dem Badewannenwasser in Berührung kam, egal wie sanft ich sie hineingleiten lies. Sie beruhigte sich zwar danach, aber man sah ihr an, dass sie dabei nicht sonderlich viel Vergnügen empfand.



Wie gesagt, erst als Badespielzeug zum Einsatz kam, änderte sich das Szenario und Baden machte ihr dann plötzlich doch Freude. Vielleicht lag ihre anfängliche Angst auch daran, dass ich keine Zeit gefunden hatte mit ihr ins Babyschwimmen zu gehen. Ich hatte zu jener Zeit privat wirklich sehr viel um die Ohren und obwohl alle meinten, es wäre schön und vor allem wichtig für Babys motorische Entwicklung an so einem Kurs teilzunehmen, habe ich die Zeit dafür nicht gefunden. Überdies sind diese Veranstaltungen sehr beliebt und innerhalb von Minuten ausgebucht, ich bilde mir für mein schlechtes Gewissen ein, dass ich mit großer Wahrscheinlichkeit sowieso keinen Platz bekommen hätte. Sollte aus meiner Tochter also keine Olympiaschwimmerin werden, dann nehme ich die Schuld ganz alleine auf mich ;-).


Gemeinsam Schwimmen zu gehen und sie an die Weiten des Wassers heranzuführen war primär die Idee meines Mannes. Wäre es nach mir gegangen, hätte ich den ersten Anlauf erst im Sommer gestartet, ich bin ehrlich gesagt weder eine Wasserratte noch eine Sonnenanbeterin.   

Nun gut, ich hatte bereits Schwimmwindeln besorgt und sogar eine Badehose für  die kleine Maus im hiesigen Drogeriemarkt erstanden, ich habe ihre Handtücher eingepackt, Wechselkleidung, Windeln und alles Mögliche an Cremes, um ihre Haut nach dem bösen Chlorbad wieder rückzufetten. Ihr seht, ich bin da etwas hypervorsichtig. 

Als wir dann im Schwimmbad waren, ging mein Mann zuerst ins Becken und ich setzte mich mit ihr an den Rand. Sie schaute skeptisch dem bunten Treiben zu und wusste noch nicht so Recht, die Situation einzuordnen. Ich redete gut auf sie zu und ließ dann ihre Füßchen ins Wasser gleiten. Ihre Reaktion war skeptisch. Der Papa streckte dann die Arme nach ihr aus und ich reichte sie ihm. Zuerst machte sich Entsetzen auf ihrem Gesicht breit, sofort suchte sie meinen Blick, ich bestärkte sie freundlich mit den Worten: „Ui, ist das Wasser schön, schau mal, wie schööön“. Das schien sie zu beruhigen. Der Papa hielt sie zuerst fest an seiner Brust, und sie erkundete das neue Umfeld bis sie anfing, die Händchen ins Wasser zu schlagen und pitsch, patsch spritze das entweichende Wasser zu allen Seiten. Daraufhin war das Eis gebrochen und sie lachte und gluckste

Der Papa ließ sie dann in liegender Position auf den Bauch gleiten und sie hatte sichtlich Spaß. Immer wieder ruderte sie mit ihren Ärmchen und es machte ihr Freude, dass ihre Bewegungen kleine Wellen schlugen. Das war ein sehr schöner Moment für uns als Familie, weil wir ihn alle so erwartungsvoll herbeigesehnt hatten und alles wunderbar verlief und sogar unsere Erwartungen übertraf, denn unsere Maus zeigte weder Scheu noch Angst; sie hatte sichtlich Freude daran. 

Vater und Tochter strahlten um die Wette, das war einfach wunderschön. Zusammen solche Glücksmomente bewusst als Familie zu erleben, verbindet und bleibt in Erinnerung.

Nach dem fröhlichen Badespaß, folgte dann das kleine Malheur, welches wir jedoch mit Humor nahmen. Beim Wickeln, pinkelte sie auf das frische Handtuch, unser reinliches Kind hat sich während des Schwimmens zurückgehalten, die Schwimmwindel war unberührt! Eignetlich ein Grund stolz zu sein :-)
Ins Becken machen, ist nämlich ganz großes Pfui! ;-)

Das war unser Familienmoment für diese Woche. Wenn ihr noch mehr Familienmomente lesen wollt, dann schaut doch bei Küstenkidsunterwegs vorbei!

Alles Liebe, 

Anna

Kommentare:

  1. Oh wie süß!Das klingt nach einem tollen Moment! :)
    Babyschwimmen stell ich mir irgendwie total stressig vor mit danach duschen etc. Ging das gut?

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  2. Erstaunlicherweise ja, im Schnelldurchlauf zusammen mit ihr geduscht, damit Baby keinen Zug abbekommt :-)Das war auch meine größte Sorge, aber ich hatte frische Handtücher für nach dem Becken und für nach dem Duschen. :-) Und geföhnt haben wir auch :-)

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  3. Moin Anna, so ein Malheur finde ich gar nicht schlimm - und Ihr scheint da eine richtige kleine Wasserratte zu haben ;) Babyschwimmen habe ich mit unserem kleinen Küstenmädchen auch gemacht, nachdem der Große, mh, nun ja, eher wasserscheu war. Sie hat es geliebt! Und an das Handling gewöhnt man sich und entwickelt so seine Kniffe und Tricks :)

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    1. Ja, das denke ich auch. Man wird eben immer routunierter :-). Liebeste Grüße!

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