#Leitwölfe – warum das Familienrudel wichtig ist

Samstag, Februar 27, 2016




Jesper Juuls neues Buch Leitwölfe sein* ist in aller Munde. Der dänische Familientherapeut behandelt die Wichtigkeit kindlicher Führung seitens der Eltern, eine liebevolle jedoch autoritäre Erziehung bedeutet für ihn keinen Widerspruch sondern bildet in seinen Augen die Quintessenz  für einen pädagogisch korrekten Umgang mit dem Nachwuchs.  Mytoys ruft aus diesem Anlass zur Blogparade auf: Brauchen Kinder Leitwölfe oder sollte man ihnen die Möglichkeit der freien Entfaltung ohne Bevormundung der Eltern ermöglichen?

#Familienmoment Nr. 8: Das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der ...

Mittwoch, Februar 24, 2016



Unser heutiger Familienmoment ist kurz und knackig. Habe ich schon erzählt, dass unsere kleine Maus ein absoluter Adrenalinjunkie ist? Je oller, desto doller. Hoch und runter, in die Luft werfen, sich mit ihr auf dem Arm wie ein Wirbelwind drehen oder durch den Raum tanzen, das liebt sie ungemein, dann lacht und quietscht sie vor Freude.

Auf ihrem Gehfrei macht sie breits die Wohnung unsicher, drückt auf die Hupe und rast wie Niki Lauda durch die Räume, dass Mama große Mühe hat, hinterherzukommen. Sie liebt es sich an sämtlichen Möbeln hochzuziehen und sich überall festzuhalten, letzte Woche hat sie es sogar für ein paar Sekunden geschafft ganz alleine zu stehen ohne sich irgendwo abzusichern. Sie war selbst darüber so überrascht, dass sie sich dann auf den Popo hat fallen lassen :-).

Reality bites: Keine Worte für die Mutterliebe

Sonntag, Februar 21, 2016

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Vorwort

Die schönsten Geschichten schreibt das Leben, manchmal aber auch die traurigsten. Vor einiger Zeit hat mich ein Erlebnis sehr nachdenklich und sehr traurig gestimmt, ich habe oft daran gedacht, weil es mich nicht mehr losgelassen hat. Es geschah vor einigen Wochen: In unserer Apotheke wollte ich noch schnell  etwas mitnehmen, während ich in der Schlange wartete, wurde genau vor mir eine ältere Dame bedient, die einen Plausch mit der Apothekerin hielt.
Die alte Dame sagte: „Wissen Sie, ich bin in letzter Zeit immer so vergesslich, vieles geht mir einfach so aus dem Kopf“.  
„Sie haben ja auch ein gesegnetes Alter, mit 80 können Sie doch sehr stolz auf sich sein“, entgegnete die Apothekerin.
„Ja, ein stolzes Alter“, seufzte die Dame, „mein Mann ist leider schon vor 10 Jahren verstorben und unser Peter ist bereits vor 35 Jahren von uns gegangen. Gerade 18 war er geworden, mehr Zeit war ihm hier auf Erden nicht vergönnt“.
Die Apothekerin entgegnete: „Ich kann mich noch gut  daran erinnern, wie tragisch das alles damals war“.
Die alte Dame fuhr fort: „Wissen Sie, die Leute meinten damals zu uns: „Ach wenn Sie doch nur weitere Kinder gehabt hätten, dann wäre der Verlust nicht so schlimm“. Und ich dachte insgeheim: Wie dumm die Menschen sind, selbst wenn ich 10 Kinder gehabt hätte, keines hätte ich doch hergeben wollen“.
Wir alle schauten betroffen und die Dame ergänzte: „Nicht ärgern, nur wundern, das ist mein Motto“ und so verließ sie das Geschäft gebückt auf ihrem Stock gestützt.

#Spätgebärende: Von hippen und von alten Müttern

Freitag, Februar 19, 2016





Spätestens seit der Stilikone Carrie Bradshaw aus Sex and the City wissen wir: Die 30er sind die neuen 20er. Mit 30 kann man ebenso Spaß haben wie in den 20ern, vielleicht sogar mehr, weil man reifer ist, sich selbst viel besser kennt und schon gewisse Sprossen auf der Lebensleiter erklommen hat.  Die finanzielle Freiheit ist erreicht, die ersten Karrieresprünge sind schon gemacht und liebestechnisch ist man auch nicht mehr ganz so grün hinter den Ohren.  Für Kinder ist im Leben der modernen Frau, die die klassische Entwicklung „Abitur, Studium, Beruf“ durchlebt hat, vor 30 kein Platz, geschweige denn Zeit, vorhanden. Oft gestaltet sich auch durch den beruflichen Stress bedingt die Partnerfindung schwieriger und langwieriger als gedacht. Bis man erst einmal im Leben gesattelt ist, ziehen mehrere Jahre ins Land und ehe man sichs versieht,  steht auch schon die 3 vor der Tür. 
 
Ü30 Mütter sind heutzutage keine Seltenheit mehr und auch mit 40 ist Kinderkriegen noch salonfähig.  Aber sind alte Mütter deshalb bessere Mütter als die jungen? Weil sie mehr Lebenserfahrung haben und mehr durchlebt haben? Oder läuft in unserer Welt etwas verkehrt, wenn wir aufgrund von Karriere so spät Kinder bekommen, dass wir mit ihnen gar nicht mehr mithalten können?

#Familienmoment Nr. 7: Hundeliebe

Mittwoch, Februar 17, 2016


Unser Familienmoment ereignete sich just am Valentinstag. Wie viele von euch vielleicht wissen, ist unser Hund Dante Teil unserer kleinen Familie. Seit 7 Jahren ist er unser treuer Weggefährte, im Herzen ist er ein kleiner Rabauke, der noch nicht ganz realisiert hat, dass er sich bereits in einem gesetzten Alter befindet. Er ist stürmisch und aufdringlich, aber für uns ein liebevoller, großer kleiner verrückter Chaot. Als unser Mäusekind hinzugekommen ist, war er leicht verunsichert. Er wusste nicht so recht, was er mit dem kleinen Bündel anfangen sollte. Besonders als sie noch ein Baby war,  konnte er ihr Weinen nicht einordnen und nahm immer reissaus, sobald sie die Sirene aufdrehte. Die ersten Nächte jaulte er sogar mit, wahrscheinlich, weil er ihr Schreien als unangenehm empfand.  Für Menschenohren ist Babygeschrei ja schon schlimm, ich möchte mir nicht ausmalen, wie ein Tier das empfinden muss. Unsere Tochter stellte unser Leben ganz schön auf den Kopf und Dantes folglich auch.  

Love is in the Air - Der Anti-Valentinspost

Sonntag, Februar 14, 2016


Heute ist der 14. Februar, besser bekannt als Valentinstag. Die Konsumindustrie feiert sich selbst und streicht durch geschickte Vermarktung diverser Konsumartikel fette Gewinne ein. Von der Schokoladentafel über den Blumenstrauß bis hin zu diversen funkelnden Schmuckstücken für die bessere Hälfte sollen die Kassen der Werber füllen und die der Käufer erleichtern. Ich finde diesen Tag ziemlich unnötig, sehr unpersönlich und eigentlich nur für Leute gedacht, die gerne mal mit dem Mainstream schwimmen, weil sie sonst keinerlei Einfälle haben. Aber schlimmer ist eigentlich noch, dass man die Werbeindustrie benötigt, um darauf aufmerksam gemacht zu werden, dass man dem Liebsten mal wieder seine Zuneigung bekundet.
Am Valentinstag zeigt man seinem Partner, wie sehr man ihn wertschätzt.  Dann tauscht man Geschenke, geht schick essen und am nächsten Tag fängt der Alltag wieder von vorne an. Paare, die sonst so nebeneinander her leben, tun das auch weiterhin. Ist das nicht sehr traurig?
Hat man dadurch sein Gewissen erleichtert? Sollte man seinem Partner nicht täglich zeigen, wie sehr man ihn liebt? Bedarf es dabei immer nur materieller Dinge? Rhetorische Fragen, die selbsterklärend sind.

Elternsex – Schäferstündchen für Fortgeschrittene

Montag, Februar 08, 2016


Nachdem man Eltern wird, ändert sich ja vieles. Einstellungen, Abläufe, Rituale. Jeder über Jahre hart erarbeitete Lebensbereich wird erst einmal umgekrempelt. Alles muss neu organisiert, Freiräume wieder errungen werden. Das fängt schon bei den ganz alltäglichen Dingen an, z.B. Baden oder Duschen. Alles muss neu getimt werden; der Tagesablauf wird einem praktisch vorgegeben, ein Säugling wartet nicht bis man mal gerade Zeit und Lust hat. 

#Familienmonent Nr. 6: Schuldgefühlbingo versus Terrorkeks

Mittwoch, Februar 03, 2016


Unser #Familienmoment diese Woche ist pädagogisch nicht ganz koscher. Keine Angst, nichts, was einem die Hände über den Kopf zusammenschlagen lässt, aber nunja, eher was aus der Kategorie "Kopfschütteln". Ich fange am besten mal von vorne an:

Mami, alias ich, hatte einen wichtigen Termin in Heidelberg. Es war klar, dass Mausekind mitkommen musste und ich war mir nicht so sicher, ob das alles so reibungslos funktionieren würde, wie ich es mir erhofft hatte. Ich packte also die Wickeltasche, füllte die Trinkflasche und steckte Kinderkese mit ein, da ich nicht wusste, ob ich Zeit haben würde am Nachmittag eine Banane oder ein Fruchtbreichen zu füttern.

Sind Eltern an allem schuld?

Montag, Februar 01, 2016


Vor einiger Zeit veröffentlichte Susanne Mireau von Geborgen Wachsen einen sehr tiefgründigen Text „Sind Kinder an allem schuld?“ in dem sie darlegte, dass es in unserer Verantwortung liegt, uns in unsere Kinder hineinzuversetzen und dass diese keine Einschränkung bedeuten, sondern dass uns gerade durch sie die Möglichkeit gegeben wird, wirklich erwachsen zu werden. Sie eröffnen uns die Chance, diese neu gewonnene Rücksichtnahme in andere Bereiche zu tragen. Susannes großartiger Beitrag hat mich nachdenklich gestimmt, denn so wie es pauschale Behauptungen  gibt, dass man aufgrund der Kinder sich unentwegt einschränken müsse, so stößt man auch immer wieder auf Aussagen, dass Eltern an allen inneren Konflikten schuld sind, die wir nun als Erwachsene mit uns tragen.