#Familienmoment Nr. 7: Hundeliebe

Mittwoch, Februar 17, 2016


Unser Familienmoment ereignete sich just am Valentinstag. Wie viele von euch vielleicht wissen, ist unser Hund Dante Teil unserer kleinen Familie. Seit 7 Jahren ist er unser treuer Weggefährte, im Herzen ist er ein kleiner Rabauke, der noch nicht ganz realisiert hat, dass er sich bereits in einem gesetzten Alter befindet. Er ist stürmisch und aufdringlich, aber für uns ein liebevoller, großer kleiner verrückter Chaot. Als unser Mäusekind hinzugekommen ist, war er leicht verunsichert. Er wusste nicht so recht, was er mit dem kleinen Bündel anfangen sollte. Besonders als sie noch ein Baby war,  konnte er ihr Weinen nicht einordnen und nahm immer reissaus, sobald sie die Sirene aufdrehte. Die ersten Nächte jaulte er sogar mit, wahrscheinlich, weil er ihr Schreien als unangenehm empfand.  Für Menschenohren ist Babygeschrei ja schon schlimm, ich möchte mir nicht ausmalen, wie ein Tier das empfinden muss. Unsere Tochter stellte unser Leben ganz schön auf den Kopf und Dantes folglich auch.  


Obwohl wir ihn nie ausgegrenzt haben, gab es nun neue Regeln, die er beachten musste und die nicht ganz nach seinem Geschmack waren. Ein ganz großes Tabu war, dass er unsere Tochter nicht abschlecken sollte. Er durfte schnuppern, aber schlecken war nicht erlaubt. Diese Grenze musste er nun konsequent jeden Tag hinnehmen. Er merkte, dass er nun nicht mehr alleiniger Mittelpunkt unserer Familie war, sondern das Mäusekind nun einen ganz hohen Stellenwert einnahm. Keine ganz einfache Situation  für so eine kleine Hundeseele

Er ist ein Familienhund, will immer dabei und gerne mal im Mittelpunkt sein. Als unsere Tochter größer wurde, zeigte sie immer mehr Interesse an unserem Hund. Immer wenn er vorbeiging, lachte sie ihn an und streckte ihre Hand in seine Richtung. 

Dante hingegen ignorierte sie wie er nur konnte. Er beachtete sie einfach nicht. Als sie dann anfing zu krabbeln  und vor Begeisterung quietschend auf ihn zu robbte, verkrümelte er sich blitzschnell. Er konnte mit ihren unkoordinierten Bewegungen nichts anfangen. Ich fand es sehr schade, aber drängte unseren Rabauken zu nichts. Still hoffte ich, dass er ihr irgendwann aufgeschlossener entgegentreten würde. Und das Wunder geschah doch tatsächlich. Langsam scheint unser Hund aufzutauen. Es zeigt sich daran, dass er nun nicht sofort das Weite sucht, wenn sie durch den Raum krabbelt, er mit Begeisterung an ihr schnuppert und sich sogar in meiner Anwesenheit von ihr streicheln lässt. Gehe ich mit Mäusekind ins Kinderzimmer, trabt  er uns schwanzwedelnd hinterher. Das ist so schön mit anzusehen und ich bin mir sicher, beide werden noch dicke Freunde werden. 



Unser Familienmoment, den ich nun erzählen will, ereignete sich, wie bereits im Vorfeld erwähnt, letzten Sonntag am Valentinstag. Mein Mann und ich besuchten Mäusekinds Uroma. Dante musste draußen im Wintergarten ausharren, weil Uroma ihn nicht so gerne in der Wohnung hat. Mäusekind krabbelte also durch die Gegend, wanderte zu Opa und zu Oma, und erspähte dann unseren Hund durch die Glastür. Sie raffte ich auf, zog ich nach oben und stierte und lachte durch die Scheibe. Ja, und Dante? Dante sah das und setzte sich ebenfalls vor die Scheibe und so himmelten sich beide durch die Balkontür an: Patschehändchen gegen Hundenase. So süß anzusehen. 

Wie so oft  zuckte ich meine Handykamera viel zu spät, weil ich sie erst aus der Küche holen musste und so fing diesen herzallerliebsten Moment nur zum Teil auf die Cousine meines Mannes ein, die mir das Bild gleich weiterleitete. Auf dem hier verwendeten Foto wurden beide von mir abgelenkt, weil ich in der Küche nach meinen Handy suchte. Aber vielleicht könnt ihr euch die Situation dennoch vorstellen.

Unser Familienmoment ist diese Woche somit unser ganz persönlicher kleiner Familienmoment, weil nun endlich alle Mitglieder ganz nah zusammenrücken. Für mich ein ganz tolles Gefühl.

Wenn ihr weiter Familienmomente lesen möchtet, dann klickt doch rüber zu Küstenkidsunterwegs.

Alles Liebe
Anna


Kommentare:

  1. Oh wie schön! Und wie witzig, dass wir beide heute einen ganz ähnlichen Moment veröffentlichen! Vielleicht sind die lieben Tierchen durch den nahenden Frühling alle etwas besser gelaunt? ;)
    Gerade bei Hunden kann ich mir vorstellen, dass so ein Neuankömmling in der Familie, der plötzlich so viel Aufmerksamkeit bekommt, schwer wegzustecken ist. Katzen sind da ja doch irgendwie noch genügsamer. Aber total süß die beiden! Ich freu mich schon drauf, wenn euer Mäusekind mit Dante spazieren geht! :D

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    1. Oh ja, darauf freue ich mich auch, das wird allerdings noch eine Zeit lang dauern. Ich stelle fest, liebe Kiwimama, wieder eine neue Gemeinsamkeit entdeckt :-). Lustig, dass wir heute ähnliche Momente verarbeitet haben :-). Katzen haben auch den Vorteil, dass sie autonomer sind, eher Einzelgänger. Freue mich über neue tierische Geschichten auf deinem Blog :-).

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  2. Na klar, das kann ich mir gut vorstellen! Die beiden werden sicher noch dicke Freunde, Du wirst schon sehen. Gut Ding will manchmal Weile haben ;)

    Viele liebe Grüße, Küstenmami

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    1. Das stimmt :-). Ich bin da auch recht zuversichtlich. Lustig, dass unsere Bilder sich ähnelen, oder? Unsere #Familienmomente haben heute alle eine Gemeinsamkeit :-).

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  3. Ach wie schön :) Bin gespannt, wie sich das weiterentwickelt zwischen den beiden. Ich hoffe sie werden dicke Freunde. Der Hund meiner besten Freundin liebt ja meine Kleine, aber fast etwas zu sehr. Er will sie immer beschützen. Selbst ich darf nicht fangen mit ihr spielen, dann werde ich angeknurrt und er stellt sich zwischen uns. Aber mein Mädchen darf aaalles mit ihm machen. Haare ziehen, aus Versehen auf die Füße treten, Ohren hochheben. Da ist er sehr genügsam ;) Sie macht ihn sogar manchmal nach, bellt und hechelt vor ihm und er ist dann ganz begeistert ;D

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    1. Oh, wie schön, das habe ich auch oft gelesen und gehört, dass Hunde die Kinder beschützen. Den Gedanken finde ich beruhigend, vor allem, wenn sie dann etwas größer ist und mit ihm durch die Gegend streunert :-). Ich hoffe auch, dass sich zwischen beiden noch eine starke Bindung aufbaut. Unsere Kleine macht ihm ja schon die ganze Zeit den Hof, nur er wollte nicht so recht. Das scheint sich aber nun zum Glück zu ändern. :-D

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