…und dann kam die Wut

Mittwoch, März 30, 2016


Wir alle kennen das: Man wird öffentlich angegriffen, bloß gestellt, aus heiterem Himmel, ohne Vorwarnung lässt jemand eine Bombe platzen, mit dem Ziel möglichst viel Verwüstung und Schaden anzurichten und zwar bei uns. Genau wir sind das anvisierte Ziel. Aus Gehässigkeit, aus Bösartigkeit, vielleicht auch nur aus Neid oder unbedacht aus Dummheit. Ist in dem Moment aber ehrlich gesagt auch vollkommen egal. Das verbale Geschoss hat uns mit voller Wucht getroffen. Man ist einfach so vor dem Kopf gestoßen, dass einem dazu nichts einfällt. Man bleibt wie versteinert stehen und kann irgendwie nichts erwidern. Keinen Ton bekommt man über die Lippen, keinen Pieps, nur ein unsouveränes Gemurmel oder noch schlimmer: Rechtfertigungen. Der Anfang allen Übels. Rechtfertigungen vor einer dummen, unsensiblen Person, die sich in den Mittelpunkt stellen will, die es nötig hat, andere schlecht zu machen, um selbst gut dazustehen. 

Einschlafprobleme die Zweite – Unser Zubettgehritual 2.0

Montag, März 28, 2016




Ich hatte bereits einen Artikel verfasst, wie wir es zunächst geschafft hatten, unser Einschlafproblem fern von allen Erziehungsratgebern zu lösen und uns diese Methode zunächst zu einer entspannten Einschlafsituation verholfen hatte. Nach monatelangem Spießrutenlauf ließen wir unsere Kleine einfach im Laufstall einschlafen. Nachdem alle anderen Versuche gescheitert waren und Mäusekind  sich immer in den Schlaf weinte, egal ob mit mir im Elternbett oder in ihrem Kinderbett von dem ich nicht von ihrer Seite wich, waren wir schließlich dazu übergegangen, sie selbst ihren Schlafrhythmus bestimmen zu lassen. Nach dem Abendessen machte ich sie bettfertig und setzte sie dann in den Laufstall wo sie nach ausgiebigem Spiel und Spaß einfach einschlummerte. Wenn Papa und ich dann ins Bett gingen, lagerte ich sie einfach in ihr Kinderbettchen um. 

What about a perfect day?

Freitag, März 25, 2016

Quelle: Pixabay


Gibt es den perfekten Tag? Den Tag an dem alles super läuft, an dem jede Minute perfekt ist, der so vollkommen ist, als wäre er einem Drehbuch Hollywoods entsprungen? Und zwar einem richtig kitschigen, so einem mit schmalziger Musik und schwülstiger Liebeserklärung vor der romantischen nächtlichen Stadtkulisse New Yorks? Einen Tag, an dem es nur Carrie und Mister Big Momente gibt? An dem man voller Lebensfreude steckt, mit sich im Reinen ist, sich unverwundbar fühlt?  

#Familienmoment Nr. 11: Selfie-Queen und Spontan-Shootings: Posieren für Fortgeschrittene

Mittwoch, März 23, 2016


Quelle: Pixabay

Habe ich schon erzählt, dass Mäusekind die Kamera liebt? Seit sie auf der Welt ist, haben wir noch nie so viele Fotos geschossen wie im letzten Jahr. Ehrlich. 

Ich bin ja eher so ein Kameramuffel, habe mich nie auf irgendwelchen Partybildern wohlgefühlt und wenn ich dann mal bei großen Events Bilder machen wollte, dann vergaß ich es oder war einfach mit Unterhaltungen oder anderen Dingen beschäftigt, so dass die Fotoausbeute des Tages dann letztendlich ziemlich mau ausfiel.
Im Nachhinein betrachtet, ist das ziemlich schade, denn Fotos sind wirklich tolle Erinnerungen. Ganz besonders liebe ich jene aus meiner Kindheit mit meinen geliebten Großeltern. Oder die lustigen Bilder von der Suche nach den Ostereiern mit meiner Cousine und meinem Cousin, auf denen ich immer, aber wirklich immer, ein verheultes Gesicht habe, weil ich die blöden Eier nie gefunden habe und mein Papa sich dann schließlich erbarmte und mir helfen musste. Teilweise ist das Betrachten von  Fotografien für mich wie eine Reise in vergangene Zeiten.

Dein Baby ist zu dick! - Über kranke Wahrnehmungen und gestörte Essverhalten

Montag, März 21, 2016


Ich behaupte die meisten Frauen haben ein gestörtes Verhältnis zum Essen. Nahrung ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lifestyles und unseres Alltages geworden: Selbst wenn wir uns augenscheinlich gesund und bewusst ernähren, zählen die meisten von uns Kalorien, katalogisieren Lebensmittel in gut/schlecht, gesund/ungesund, kohlenhydratreich/proteinhaltig, light/fett. Wenige haben eine unbelastete Beziehung  zur Nahrungsaufnahme. Das ist schade und traurig. Über die Gründe sind schon mehrere qualifiziertere Artikel  erschienen, als ich je mit meinem laienhaften Wissen darüber verfassen könnte. 

Hurra, hurra, der erste Geburtstag der war wunderbar!!!!

Samstag, März 19, 2016



Am Mittwoch feierte unser Mäusekind ihren allerersten Geburtstag und ist nun vom Baby ins Kleinkindalter gerutscht. Jetzt ist sie offiziell im Club der großen kleinen Kinder aufgenommen worden. Könnt ihr euch vorstellen, dass ich aufgeregter war als bei meinem 18. Geburtstag? 

Liebster Award die Zweite

Montag, März 14, 2016






Die liebe Gabriela von bezaubernden Blog Mami bloggt hat mich vor einigen Wochen für den Liebster Award nominiert. Es ist meine zweite Nominierung und ich freue mich natürlich, dass mir diese Ehre erneut zuteil geworden ist. Nun stehe ich also erneut Rede und Antwort, diesmal mit sehr originellen und persönlichen Fragen. Los geht’s:

Ein Jahr mit Dir: Ein Brief an Dich



Heute bist du ein Jahr alt, kein Baby mehr sondern ein Kleinkind. Dieses Jahr ist in Windeseile verstrichen, die Zeit rinnt mir durch die Finger. So viele erste Male, so viele neue Momente, unzählige neue Emotionen. Gerade eben hast du mich noch zum ersten Mal angelächelt, jetzt  lachst du bereits aus voller Kehle, und gehst deine ersten kleinen Schritte. Ich kann nicht glauben, dass du meine Welt geworden bist. 

Altes Ich versus Mama-Ich: Eine Spurensuche

Freitag, März 11, 2016



Seit unsere Tochter unser Leben bereichert hat, sind viele Dinge nicht mehr wie sie zuvor waren. Abgesehen von unseren Lebensumständen, habe auch ich mich maßgeblich verändert. Ein Teil von mir gibt es nicht mehr, hat sich aufgelöst, ist nur noch eine blasse Erinnerung aus vergangenen Zeiten, die von Tag zu Tag schwindet. Es überkommt mich fast ein wenig Wehmut, wenn ich an mein altes Ich denke.   

#Familienmoment Nr. 10: Wie die Mutter so die Tochter oder warum manche Eigenschaften eine Generation überspringen

Mittwoch, März 09, 2016




Obwohl unsere kleine Maus noch so klein ist, zeichnen sich doch schon ganz deutliche Charaktereigenschaften ab. Einiges hat sie von mir, einiges von ihrem Vater geerbt.  Vieles ist einfach zuckersüß, andere Verhaltensmuster gleichen eher einem Spiegelbild unserer selbst, so dass wir manchmal erstaunt aber auch zugleich erschrocken sind. Gerade jene  Eigenschaften, die wir an uns selbst als verbesserungswürdig erachten, versetzen uns in Erstaunen und Verwunderung und wir sehen bereits jetzt voraus, dass unsere Tochter Grundlagen für einen starken Charakter  hat, der uns bestimmt Paroli bieten wird. 

Kindermund tut Peinlichkeiten kund

Montag, März 07, 2016


Mir war schon lange bewusst, dass man sehr genau aufpassen muss, was man vor kleinen Kindern  zum Besten gibt, denn die wiederholen oder plaudern dann doch gerne bei Fremden -oder noch schlimmer- bei den Betroffenen aus dem Nähkästchen was Mama und Papa fieses gelästert haben.  
  

Von Reizthemen und Mommy-Wars

Freitag, März 04, 2016

Foto von Pixabay

Wir Mütter müssen uns immer für alles Mögliche rechtfertigen. Warum wir in der Öffentlichkeit stillen  oder warum wir überhaupt nicht stillen, ob wir natürlich entbunden haben oder ob wir einen Kaiserschnitt hatten, erklären warum wir zufüttern, darlegen ob wir BLW betreiben oder nicht, uns verteidigen, warum  wir das Familienbett pflegen oder unser Kind im eigenen Zimmer/Bett schlafen lassen, begründen, warum wir nach drei Monaten wieder arbeiten gehen oder wie wir es wagen können, länger als ein Jahr zuhause zu bleiben. 

Ich finde diese Diskussionen in der Öffentlichkeit mehr als anstrengend, immer und immer wieder für die eigenen Entscheidungen einstehen zu müssen und unser Lebensmodell, das doch für uns gut funktioniert, vor –ja, vor wem eigentlich?!-  zu verteidigen.  Warum ist immer alles verwerflich, was nicht mit unseren Angewohnheiten harmoniert?  Ist anders etwa ein Synonym für schlechter? Ich glaube nicht. Man muss kein Linguist sein, um diese Frage ernsthaft beantworten zu können. Es mag ohne Zweifel Gründe und Argumente geben, die das eine besser machen als das andere, doch wir vergessen in unseren pauschalen Aussagen immer den Menschen in seiner individuellen Situation.  
Es ist mir mehr als einmal passiert, dass ich mich nicht getraut habe, etwas in einer Gruppe keifender Mütter zu erwidern, weil diese alles niedergemacht haben, was in ihren Augen nicht ethisch und pädagogisch korrekt war.  Ist das nicht sehr traurig? Wer gibt solchen Menschen das Recht über andere zu urteilen?

#Familienmoment Nr. 9: Viele Tränen und eine Selbsterkenntnis

Mittwoch, März 02, 2016



Mein Mann und ich waren einkaufen. Wie schon viele Male zuvor. Mäusekind saß im Einkaufswagen im dafür vorgesehenen Kindersitz und erkundete neugierig den Supermarkt. In der Regel findet unsere Tochter Einkaufen auch echt super, weil es immer was zu schauen und zu entdecken gibt. Neuerdings streckt sie immer die Hände nach den Regalen aus, so dass man höllisch aufpassen muss, dass sie diese nicht leer räumt. 

Am besagten Tag  war eigentlich alles wie immer. Ich war ein wenig gestresst, weil es sich mal wieder um einen Großeinkauf handelte, den ich nicht sehr gerne mit Kind im Schlepptau bewältige. Aber was soll man machen? Ich bin überhaupt froh, dass mein Mann meistens bei solchen Aktionen dabei ist. Alleine ist das nämlich sehr, sehr anstrengend.
Als sich unser dieswöchiger Familienmoment ereignete, war eigentlich alles wie immer. Eine gewohnte Situation, schon gefühlte hunderte Male durchlebt.