#Familienmoment Nr. 10: Wie die Mutter so die Tochter oder warum manche Eigenschaften eine Generation überspringen

Mittwoch, März 09, 2016




Obwohl unsere kleine Maus noch so klein ist, zeichnen sich doch schon ganz deutliche Charaktereigenschaften ab. Einiges hat sie von mir, einiges von ihrem Vater geerbt.  Vieles ist einfach zuckersüß, andere Verhaltensmuster gleichen eher einem Spiegelbild unserer selbst, so dass wir manchmal erstaunt aber auch zugleich erschrocken sind. Gerade jene  Eigenschaften, die wir an uns selbst als verbesserungswürdig erachten, versetzen uns in Erstaunen und Verwunderung und wir sehen bereits jetzt voraus, dass unsere Tochter Grundlagen für einen starken Charakter  hat, der uns bestimmt Paroli bieten wird. 


Ganz klar hat sie folgende Züge und Angewohnheiten von uns mit in die Wiege gelegt bekommen:


Kunstaffinität: Mäusekind liebt Bilder und Farben. Und zwar nicht nur Kinderbücher, nein, sie staunt vor Gemälden, fährt mit den Augen die Farben und Kompositionen ab und bringt dabei ein fachkundiges Ohhhh (oder WAUWAU, sie hat es noch nicht so mit den Begrifflichkeiten) der Be-/Verwunderung zum Besten. Dabei zeigt sie auf die Farbflächen und ist sehr konzentriert. (GANZ, GANZ STOLZ ICH BIN).      
                                             

Sie liebt Musik und wackelt und wippt dabei lachend sobald diese aus dem Radio oder der Anlage ertönt. Deshalb ist Autofahren eigentlich super, denn Mama kann laut Musik hören, während Mausekind auf der Rückbank gluckst und manchmal sogar versucht die Melodien nachzulallen (wobei es aber wirklich sehr, sehr viel Fantasie bedarf, um von ihrer Interpretation auf das Original zu schließen, somit hat das Ganze eher Freestyle-Charakter).  

Womit wir schon bei der nächsten Eigenschaft wären:    
                                                      
Sie ist auf ihre Art einfach entwaffnend und nimmt uns oft den Wind aus den Segeln: Sie tut zum Beispiel etwas Unerwünschtes, etwa meinen Autoschlüssel in die Pastasoße tunken und sobald ich mit entgleisten Gesichtszügen versuche zu retten, was noch zu retten ist, fischt sie diesen selbst wieder aus der Pampe heraus, reicht ihn mir lachend und sagt: "DAAAA!" :-). Wer kann diesem Charme schon wiederstehen? Da kann man doch nur den ganzen Unmut vergessen, lachen und sie einfach nur küssen. (Ganz klare Eigenschaft von mir geerbt :-).
  
Mäusekind ist jähzornig und sehr impulsiv. Leider auch  von mir übernommen. Wenn sie nicht sofort ihren Willen bekommt, dann ist hier einiges los. Sirenen sind dagegen laue, sanfte Klänge im Vergleich zu  Terrorkeks Schreiattacken. (Ich bin natürlich nicht laut, ich motze nur sehr gerne vor mich hin, um mir Luft zu machen. Dass sich Rumtoben nicht gerade förderlich für das eigene Bild in der Öffentlichkeit auswirkt, wird Mäusekind auch irgendwann mal mitbekommen. Dabei ist sie allerdings – und wir kommen nun zum nächsten Punk- überhaupt

Nicht nachtragend. Sie ist super schnell wieder gut gelaunt, eine Strahlekind. Papas Abbild! 

Unsere Tochter ist schlau. Das sagen wohl alle Eltern von ihren Kindern. Diese Intelligenz hat sie von uns beiden geerbt, ist ja klar ;-))).

Sie ist strukturiert und analytisch, eindeutige Eigenschaften vom Papa. Wenn sie etwas nicht mit der Hand erreichen kann, sucht sie sich Hilfsmittel, z. B. den Kinderlöffel oder was sonst in ihrer Umgebung ist. 

Sie kann sich konzentrieren und dies über einen längeren Zeitraum hinweg. Im Laufstall ca. eine halbe Stunde ihr Streichelbuch zu begutachten oder ihr Stofftier zu analysieren ist kein Problem. Papas Kind! 

Sie ist ein Gourmet: Ebenfalls vom Papa geerbt. Die Mengen, die sie allerdings dabei verdrückt, die sind ganz die Mama.  

Und jetzt kommt die Eigenschaft, die unseren #Familienmoment diese Woche bestreitet:                         
Mäusekind ist penibel ordentlich. Von mir hat sie das nicht und von ihrem Papa auch nicht. Ganz die (Ur)Oma. Ich lebe ja eher im  kreativen Chaos. Der Geist ist echt willig, aber die Materie massig…. Unsere Kleine räumt doch tatsächlich ihr Spielzeug wieder in die Kiste! Anscheinend findet sie Gefallen daran, erst alles auszuräumen und dann wieder einzuräumen.

Überdies ist unsere Tochter sehr reinlich. Ich finde das ja total gut. Sie putzt sich selbst die Hände und den Mund ab, wenn man ihr ein Tuch reicht, sie liebt es gewickelt zu werden und baden findet sie sowieso ganz toll.  Außerdem entdeckt sie jeden, aber wirklich jeden Krümel, egal wie gut er sich versteckt hat. Das ist ungeheuer anstrengend, gerade für so einen Putzmuffel  wie mich. 
Nun zum #Familienmoment
Als wir diese Woche die Oma besucht haben, krabbelte sie fröhlich durch die Küche. Oma holte einen neuen Schwamm, packte ihn aus und dieser fiel ihr in einem unachtsamen Moment  auf den Boden. Mäusekind erspähte ihn -und zack- krallte ihn sich geistesgegenwärtig und fing ohne Witz an, den Boden damit zu schrubben. Wir mussten alle so loslachen, und konnten unseren Augen nicht trauen. Hier kommt der Beweis:



Also ich bin ja guter Hoffnung, dass sie mich mal tatkräftig im Haushalt unterstützen wird. Oder aber sie wird mich wie eine Gouvernante durch die Wohnung treiben: "Mammmmma, daaaaa hast du aber nicht ordentlich gesaugt. Da ist noch ein Krümel. Da musst Du nochmal ran…".

Oh je, mir schwant übles. Aber bis dahin kann ich ja noch etwas aufholen und meine Hausfrauenqualitäten etwas aufpolieren (was ein Wortwitz, haha :-)). Und wenn sie mich dann doch zu sehr triezen sollte, dann hole ich einfach die Babyfotos hervor, auf denen sie über und über mit Brei vollgeschmiert ist.  Davon habe ich genug als Beweismittel ;-)

Mehr #Familienmomente gibt es wie immer bei Küstenkidsunterwegs. Schaut doch mal vorbei!  Dort gibt es heute sensationelle News!!!

Eure Anna


PS: Seht es mir nach, dass ich hier so von meiner Tochter schwärme.  Für mich ist sie einfach das tollste und klügste Kind der Welt, Mutterstolz und so... . ;-) 



Kommentare:

  1. Moin Anna!

    Ist das nicht faszinierend, dass Kinder schon so ausgeprägte Persönlichkeiten sind, kaum dass sie auf der Welt sind?! Dass Eure Maus den Boden schrubbt, ist ja super witzig - und gar nicht so unpraktisch ;) Unser Küstenjunge räumt zwar auch gerne auf, kleckert beim Essen aber wie ein Weltmeister. Danach zeigt er nur mit dem Finger auf die Flecken, damit wir sie wegmachen - selbst Hand anlegen würde er aber nicht. Ich erzähle ihm mal von Deinem Mausekind :D Vielleicht hilfts?!

    Ganz liebe Grüße, Küstenmami

    AntwortenLöschen
  2. Haha, ja, wahrscheinlich wären sie beiden ein gutes Team ;-): Ob wir sie mal zusammenbringen sollten? Mäusekind liefert bestimmt gerne fachkundige Erklärungen zu Motivation und Technik ;-). Alles Liebe, Anna

    AntwortenLöschen
  3. Liebe Anna,

    das ist ja ein süßes Bild :D Meiner hat auch vor ein paar Tagen damit angefangen... Man gebe ihm ein Küchenpapier und er ist glücklich :D

    Zu süß!
    Liebe Grüße
    Daniela

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ach wie süß! Ich frage mich ja, ob das so bleibt? Darauf bin ich echt gespannt! Alles Liebe :-*

      Löschen
  4. Haha, ja das mit dem jeden Krümel finden kenne ich auch. Jedes winzige Krümelchen wird mir triumphierend unter die Nase gehalten. Meine Kleine macht ja beides gern: Dreck machen und "Sauber machen". Was meist damit endet, dass der Dreck verteilt wird. Mit Lappen putzt sie auch gern mal ihren Hochstuhl. Mit dem Schwamm hat sie leider nicht geputzt, sondern ihn eher "verputzt" ... Irghs. Zumindest ein Stück davon hat sie sich einverleibt. Das war erst mal nicht so lustig, Ist aber nichts passiert ;)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh je, da macht man schon was mit, oder? Ich erschrecke auch jedes Mal, wenn meine Kleine vor sich hinschmatzt und eile voller Sorge herbei "Was hat sie jetzt schon wieder gefunden????": Meist sind daszum Glück nur Krümel ;-)Mit dem Essen hat sie es auch nicht so mit der Reinlichkeit: Mit vollem Körpereinsatz wird da gearbeitet. Manche Flecken sind hoffnungslos, die bekomme ich nicht raus. Habe mich damit abgefunden, dass wir beide mit fleckiger Kleidung herumrennen ;-)

      Löschen