Mama im Hamsterrad

Sonntag, Mai 29, 2016




Ich brauche mich nicht zu beschweren, was meinen Stresspegel angeht, denn ich habe ja nur ein Kind. Die Wahrheit ist aber zur Zeit, dass ich äußerst abgespannt bin. Ich bin müde. Sehr müde. Und ich habe wenig Geduld. Manchmal würde ich  mich einfach gerne mal hinlegen und einfach nur schlafen. Lange schlafen. Aber das geht nicht. Weil Mäusekind tagsüber gar nicht schläft, abends erst zwischen 21 und 22 Uhr zur Ruhe findet und morgens bereits um 7 Uhr topfit ist. 

Meine Realität sieht so aus, dass ich im Moment ziemlich an meine Grenzen komme. Ich bräuchte Urlaub. Nicht von meinem Kind, um Gotteswillen, aber von der Verantwortung. Ich hätte gerne mal für eine Woche ein Nanny. Die rund umdie Uhr nur mein Kind bespaßt. Klingt egoistisch? Ist es vielleicht auch. 

…und plötzlich ist die Mama doof #Familienmoment Nr.13

Mittwoch, Mai 25, 2016


Unser #Familienmoment diese Woche ist weniger erfreulich. Zumindest für mich. Meine Tochter war so in ihrem Wutrausch, dass sie sonst nicht viel mitbekommen hat. Folgendes ereignete sich vor einigen Tagen:



Mäusekind kaute vergnügt auf ihrem Keks. Es war bereits ihr dritter, großzügig ausgehändigt vom Herrn Papa. Schmatzend lies sie sich ihr Gebäck schmecken während ich etwas unter Zeitdruck war und das Haus für diverse Erledigungen verlassen wollte.  
Die Ungeduld übermannte mich. Ich wollte unserer Tochter noch schnell die Jacke anziehen, damit wir uns auf den Weg machen konnten. Mit Keks in der Hand ein unmögliches Unterfangen! Also wagte ich es, ihr diesen abzunehmen, um sie anzuziehen.

Flohmarktfunde: Kinderkleidung-Haul - Projekt #Nachhaltigkeit

Montag, Mai 23, 2016


Wie ich bereits vor einiger Zeit in meinem Artikel zu mehr Nachhaltigkeit: Fair(er) und nachhaltig(er) Leben  - ein Selbstversuch dargelegt habe, versuche ich mein Leben von Grund auf zu ändern hin zu mehr Bewusstsein meines Konsum- und Kaufverhaltens. Aus diesem Grund gibt es nun ab heute auch die Rubrik GE-KLEIDET, in der nachhaltige Outfits für Mama und Kind gezeigt werden sollen. Dabei geht es aber nicht nur um faire Labels, sondern auch um das bewusste Kaufverhalten von Kleidung, Secondhand oder aber recyclete Kleidungsstücke, die wieder den Weg aus den Tiefen des Schrankes in unseren Alltag finden. 

Am Samstag bot sich bereits die Gelegenheit, denn bei uns fand der allseits beliebte Kinderflohmarkt statt, der viele Besucher anlockt. Unsere Maus benötigte unbedingt Sommerkleidung und so haben wir dort ihre Gardarobe um viele, viele Kleidungsstücke erweitert. 
Gebrauchte Kinderkleidung zu kaufen, hat in meinen Augen mehrere Vorteile: Man erhält teilweise neuwertige Kleidungsstücke, denn diese sind aufgrund des schnellen Wachstums der Kleinen kaum getragen, sie sind frei von Schadstoffen, da sie bereits mehrere Male gewaschen wurden und man vermeidet Berge von Textilmüll. Insofern halte ich Secondhand für eine gute Möglichkeit bewusst etwas für unsere Umwelt zu tun. 

Der Kinderlosen-Rant

Freitag, Mai 20, 2016



Ich gebe zu, der Titel ist provokativ und er trifft natürlich nicht auf alle kinderlosen zu. Er umfasst überdies auch eine Gruppe Menschen, die bereits große Kinder haben, erwachsene Kinder oder solchen Nachwuchs, der bereits aus dem Gröbsten raus ist und es sind dann eben diese Menschen, die sich mal einfach nicht daran erinnern wollen wie es denn so ist als Mama mit einem oder mehreren kleinen Sprösslingen.

Gemeint sind hier aber auch alle Egoisten, die meinen, die Welt läge nur ihnen zu Füßen und alles dreht sich nur um sie. Ja, die Spezies begegnet immer wieder. Sie drängeln sich vor, klauen Parkplätze, behandeln Servicemitarbeiter herablassend.  Diese Kategorie Mensch überschneidet sich sehr, sehr oft mit einer bestimmten Gruppe kinderloser. Sie bilden irgendwie eine Schnittmenge der Ekelpakete. Manchmal könnte ich wirklich im Strahl kübeln. 

Der Körper nach der Schwangerschaft: Über Stereotypen und wahre Schönheit

Mittwoch, Mai 18, 2016



Die Geburt ist eine Naturgewalt, sie ist der Quell allen Lebens, durch sie kehren wir zu uns selbst, zu unserem Ursprung zurück. Nackt wurden wir geboren, nackt stoßen wir den Kreislauf des Lebens von neuem an. Es ist eine Urkraft, die in uns ist, die uns die Fähigkeit schenkt, über uns selbst hinauszuwachsen. Unser Körper ist ein Wunder: Er schenkt Leben und er verändert sich dabei: Wir werden schwerfällig, wir werden rund und geben ein Stück unseres alten Ichs dabei auf. 

Oftmals geht dieser Teil von uns verloren, bleibt auf der Wegstrecke der Schwangerschaft zurück und kommt nicht mehr wieder. Das mag zuerst wehmütig und traurig klingen; ich empfand es zumindest nach der Geburt so. Mein Körper hat sich gewandelt und ich gehöre nicht zu den Frauen, an denen die Schwangerschaft spurlos vorübergegangen ist.  Am Anfang fand ich es schlimm, heute habe ich erkannt, dass mein Körper mein Abbild ist. Er ist der öffentliche Teil von mir, das was meine Mitmenschen zuerst sehen. Er ist nun die ältere, etwas mitgenommenere Version meines jüngeren Ichs. 

Alle Mütter werden mir zustimmen, dass man spätestens beim Betreten des Kreissaales die Scham an der Eingangstür abgibt. Sämtliche Menschen sehen dich so wie du geschaffen bist, ein intimer Prozess findet unter den Augen von dutzenden Personen statt, die den Raum betreten und wieder verlassen.

Fair(er) und nachhaltig(er) leben - Ein Selbstversuch

Sonntag, Mai 15, 2016




Bevor ich eine treue Anhängerin von Mama-Blogs wurde und in diese mir neue Welt eintauchte, war ich eine stille aber eifrige Mitleserin von Fashionblogs. Auch heute verfolge ich diese ab und an, aber ich muss zugeben, dass ich mich damit sehr viel weniger als früher beschäftige.

Einer Bloggerin bin ich jedoch nach wie vor treu geblieben: Maddie von DariaDaria. Ich mag sie unglaublich gerne und für mich ist sie authentisch, sympathisch und einfach eine aufrichtige junge Frau, die ihren Weg geht. Nicht weniger beeindruckend ist für mich jedoch, dass sie sich von einer reinen Fashion- zu einer FAIR-Fashion-Bloggerin entwickelt hat. Sie lebt vegan und ist Verfechterin für nachhaltige Mode. Dass sie einen Nerv der Zeit getroffen hat, zeigt ihre große Fangemeinde.

Frust frustet - Freude erfreut. Warum Kinder glückliche Eltern brauchen

Donnerstag, Mai 12, 2016


So simpel ist das: Wer sich grämt, der hat kein schönes Leben. Sich Sorgen machen, sich abhetzten, abrackern, abmühen - viele Worte um Frust zu beschreiben. Eine Spirale der Unruhe und der Unzufriedenheit. 

In meiner Jugend fiel mir mal ein Buch  in die Hände, das bereits die besten Jahre hinter sich hatte aber auch noch heute aktuell ist. "Sorge Dich nicht - lebe" von Dale Carnegie. Ich bin ehrlich, ich bin ja nicht so der Ratgeber-Typ. Ich mache gerne mein Ding und alles zu psychologisieren, finde ich anstrengend. Denn wir ticken nicht immer nach Schemen und Mustern, sondern sind gefühlstechnisch modular zusammengesetzte Individuen. Geprägt von diversen Einflüssen, ohne Frage, aber alle über einen Kamm scheren, scheint mir nicht dem einzelnen gerecht zu werden … Mag ja sein, dass die Allgemeinpsychologie oft greift, doch ich muss gestehen, ich habe noch nie einen Ratgeber zu Ende gelesen. 

Aber nun zurück zu Carnegie: Ich kam bis zu folgendem Ratschlag:  Man solle seine Ängste visualisieren und sich diese vorstellen wie sie real wären. Stelle dir also das schlimmste vor, was passieren könnte und stelle dich dem. Fühle dich hinein und plötzlich erscheint es mit klarem Verstand nicht mehr so furchterregend wie es sich in der Fantasie oft darstellt. Dieser Satz reichte mir, um das Buch zur Seite zu legen. Er war prägend. Man visualisiert seine Angst und sucht Lösungswege aus ihr heraus. 

Was will ich jetzt damit auf einem Mama-Blog? Ganz einfach. Ich glaube, dass wir unseren Kindern ein sicheres, geborgenes Nest bieten müssen. Unsere Ängste, unseren Missmut projietzieren wir unbewusst auch in die Beziehung zu unseren Kindern.

Chaosqueen mit Stilldemenz #Blogparade #Schwangerschaftsdemenz

Montag, Mai 09, 2016


Die liebste Nätty von Bilderbuchbaby hat zur Blogparade "Schwangerschaftsdemenz und äh … dingens … Stilldemenz!" aufgerufen: Gedächtnislücken während der Schwangerschaft und/ oder des Stillens soll man zum Besten geben. Da bin ich natürlich gleich mit von der Partie. Denn: Mit Verdrängung kenne ich mich aus. Bestens. Ist quasi mein zweiter Vorname. 
Es gab ehrlich gesagt schon vor der Schwangerschaft diverse dubiose Episoden und nun nach dem Abstillen auch, wahrscheinlich Relikte aus jener Zeit. Die könnte ich doch glatt zu meinen #Muddimutationen hinzufügen ;-).


Nun ja, ich berichte von einer im Nachhinein lustigen Episode meiner Stilldemenz. Damals fand ich das nicht komisch. Ganz und gar nicht. Es endete sogar in einem Wutausbruch meinerseits. Meine Nachbarn kennen mich mittlerweile, das südländische Temperament geht manchmal mit mir durch und mein Ruf eilt mir voraus. 

Die Zeit, die uns noch bleibt - Ein Brief an meine Mutter

Sonntag, Mai 08, 2016


Die Zeit rinnt mir durch die Finger. Während ich als kleines Mädchen und als junge Erwachsene das Gefühl hatte, ein unerschöpfliches Kontingent an Zeit zu besitzen, so merke ich in den letzten Jahren, dass das Leben wahnsinnig an Tempo zugenommen hat. Besonders seit ich selbst Mutter bin, weiß ich nicht wo die Zeit bleibt,  Tage und Wochen verfliegen mit einem Wimpernschlag. Und je schneller die Zeit vergeht, desto mehr wird mir bewusst, wie wenig davon uns zusammen noch bleibt. 

Du hast den größten Teil deines Lebens schon gelebt und es macht mir Angst, dass du eines Tages nicht mehr an meiner Seite sein wirst. Große Angst, denn ich bin eigentlich immer noch ein kleines Mädchen, das seine Mutter braucht, das DICH braucht. Du bist für mich meine Insel, mein ruhender Pol.  Und obwohl wir doch so unterschiedlich sind, so gleichen wir uns doch auch in vielen Dingen. 

Du kennst mich besser als jeder andere Mensch auf dieser Welt, du hast mich geboren, großgezogen, geliebt, begleitet und mir beigestanden. Und das tust du immer noch. In allen Lebenslagen, obwohl du selbst nicht mehr so stark sein kannst, wie du sein solltest, weil die Krankheit dich gezeichnet hat.

Ein Gruß aus meiner Küche #Homestories

Sonntag, Mai 01, 2016



Nein, diesmal gibt es kein Rezept. Es geht vielmehr um die #MyRealkitchen Challenge von 2kindchaos, die wie eine Bombe in die Bloggerwelt eingeschlagen hat. Mehr Realität im Internet und in der Mamabloggerwelt, das ist die Intention. Unaufgeräumte Küchen wohin das Auge blickt. Ich finde die Idee lustig, sehr sogar.

Teilnehmen möchte ich aber nicht. Warum? Ich gucke mir lieber Bilder von aufgeräumten und sauberen Küchen an, denn in das Grauen blicke ich ja jeden Tag: Bei uns zuhause. Ich hasse das. Dieses ständige Hinterherräumen, Aufräumen, Wegräumen, Chaosbewältigung in jeder Ecke. Ich war ja noch nie sonderlich strukturiert im Haushalt. Noch nie. Dafür habe ich andere Qualitäten, sage ich mir dann immer. Muss mein Mann auch so empfinden, sonst hätte er mich ja nicht geheiratet trotz Chaos im Kopf. Und dieses Choas im Kopf das spiegelt sich leider auch in unserem trauten Heim wider. Ich nenne es allerdings Kreativität. Meine Ideen florieren proportional zur Unordnung. Einen Tod muss man eben sterben.