Chaosqueen mit Stilldemenz #Blogparade #Schwangerschaftsdemenz

Montag, Mai 09, 2016


Die liebste Nätty von Bilderbuchbaby hat zur Blogparade "Schwangerschaftsdemenz und äh … dingens … Stilldemenz!" aufgerufen: Gedächtnislücken während der Schwangerschaft und/ oder des Stillens soll man zum Besten geben. Da bin ich natürlich gleich mit von der Partie. Denn: Mit Verdrängung kenne ich mich aus. Bestens. Ist quasi mein zweiter Vorname. 
Es gab ehrlich gesagt schon vor der Schwangerschaft diverse dubiose Episoden und nun nach dem Abstillen auch, wahrscheinlich Relikte aus jener Zeit. Die könnte ich doch glatt zu meinen #Muddimutationen hinzufügen ;-).


Nun ja, ich berichte von einer im Nachhinein lustigen Episode meiner Stilldemenz. Damals fand ich das nicht komisch. Ganz und gar nicht. Es endete sogar in einem Wutausbruch meinerseits. Meine Nachbarn kennen mich mittlerweile, das südländische Temperament geht manchmal mit mir durch und mein Ruf eilt mir voraus. 


Es ereignte sich Folgendes: Am Anfang meiner Mamikarriere hatte ich Schwierigkeiten, die Wickeltasche als vollwertige Begleiterin zu akzeptieren. Ich fand es umpassend  und umständlich obendrein persönlichen Kram wie Geldbeutel und Schlüssel darin zu deponieren, denn bei Bedarf fand ich diese wichtigen Untensilien im Windel- und Feuchttücherchaos nie. 

Also schleppte ich zu Beginn meines Mamaseins immer noch eine kleine Handtasche mit. Meine Zweittasche sozusagen. Eines Tages waren der Herr Papa und ich im gleichen Auto unterwegs. Mit Mäusekind, versteht sich. Wir kamen zuhause an und ich nahm die Wickeltasche mit in die Wohnung. Der Herr Papa musste dann noch einen beruflichen Termin wahrnehmen und ich hatte mir vorgenommen am Nachmittag mit unserem Baby einkaufen zu fahren um den heimischen Kühlschrank wieder aufzufüllen.   

Mein Mann verlies also das Haus und nahm seinen Wagen. Ich trödelte zuhause noch ein wenig rum. Machte meine kleine Maus fertig, packte alles zusammen, eilte die Treppe hinunter, wollte das Auto aufschließen und mir fiel auf, dass ich meine Schlüssel nicht eingepackt hatte.  Zum Glück hatte ich die Haustür noch nicht hinter mir zugezogen. Also  wieder rein ins Haus mit meiner Tochter im Arm auf der Suche nach Auto- und Haustürschlüssel. Zuerst durchsuchte ich die üblichen Ablageorte aber nirgends konnte ich einen Erfolg verbuchen. Ich bekam Angst und dachte schon an Diebstahl. Schlüssel und Geldbeutel wie vom Erdboden verschluckt. 

Plötzlich kam mir ein Verdacht: Hmmmh, ja genau, wo war denn nun  die Zweittasche?  Ja, richtig, im Auto! In meinem Gedächtnis-Wirrwarr hatte ich sie einfach beim Aussteigen darin vergessen und mein Mann hatte mit seinem Schlüssel abgeschlossen und seinen Schlüsselbund natürlich mitgenommen. 

Juhu, ich tobte und fluchte noch ein wenig im Hof herum und machte mir Luft, die Nachbarn wussten ja schon Bescheid. Bekanntes Szenario! 

Am Abend bestellten wir dann Pizza, denn bis mein Mann nachhause kam, war es schon zu spät nochmal den Supermarkt anzufahren. Gottseidank bekam ja da Kind noch die Brust, sonst wäre es vermutlich an jenem Abend verhungert. 

Das war eine von mehreren, jedoch erzählenswerten, Episoden meiner Stilldemenz. Übrigens: Ich benutze jetzt NUR noch die Wickeltasche, alles andere ist mir zu riskant Ich nehme eben nun in Kauf, dass ich an sämtlichen Kassen den ganzen Verkehr aufhalte, weil ich meinen Geldbeutel ersteinmal suchen muss. ;-).

Wenn ihr auch so tolle Geschichten bezüglich Eurer Schwangerschafts- bzw. Stilldemenz auf Lager habt, dann schaut doch bei Nätty vorbei, die Parade läuft noch bis Ende Mai!

Alles Liebe

Eure Anna
 

Kommentare:

  1. Oh nein!!! ;) Das kann ich mir sooo gut vorstellen!!! Im Nachhinein ist es immer lustig, aber wenn man in der Situation drinsteckt, kann man schon mal richtig wütend werden. Haha, ich kann mir das Rumfluchem im Hof mit italienischem Temperament auf jeden Fall bildlich vorstellen ;D Super Story!!! Vielen Dank fürs Mitmachen!
    Ganz liebe Grüße,
    Nätty

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Sehr, sehr gerne, liebe Nätty! Das hat mir unglaublich viel Spaß gemacht und ich habe mich wieder in die Anfangszeit mit Baby hineinversetzt...wie schnell die Zeit doch vergeht... Aber die Stilldemenz vermisse ich nicht gerade ;-) Einen ganz lieben Gruß
      Anna

      Löschen