Mein langer Tag

Sonntag, März 12, 2017


Seit meinem letzten Blogpost ist nunmehr als ein Monat vergangen. Das liegt daran, dass ich unglaublich viel zu tun hatte und die Zeit wie im Nù verflogen ist. Im Moment habe ich vorlesungsfrei, aber keine Semesterferien im eigentlichen Sinne, sondern hospitiere für drei Wochen an einer Schule. Im Laufe des Studiums muss ich insgesamt vier Praktika durchlaufen, eines habe ich jetzt hinter mich gebracht. Check .

Zu Anfang war ich etwas aufgeregt, weil es doch irgendwie seltsam ist, wenn man mit 30 ++ als Praktikantin anfängt...aber meine Zweifel und Ängste waren vollkommen unbegründet und das Kollegium hat sich wirklich als total nett und hilfsbereit entpuppt. Ich wurde wirklich sehr herzlich aufgenommen, somit waren die Grundlagen für ein gutes Praktikum schon mal geschaffen :-).

Auch die Unterrichseinheiten, die ich in einer sechsten Klasse abhalten durfte, haben mir sehr viel Freude bereitet und mich in meinem Vorhaben, meinen Weg weiter zu bestreiten, bestärkt. Ich habe mich jeden Morgen auf den Tag gefreut und das ist doch ein prima Indikator, dass ich das richtige mache. :-)

Natürlich läuft ja neben dem Praktikum der Familienalltag einfach weiter. Kind wecken, anziehen, frühstücken, für die Kita bereit machen etc. etc....

Während des Praktikums muss Mäusekind ja weiterhin in den Kindergarten gebracht werden, der sich ja in meiner Universitätsstadt befindet, während ich mir eine Schule an unserem Wohnort gesucht habe. Morgens beginnt der Unterricht bereits um 7.55 Uhr, so dass es mir nicht möglich ist, sie selbst in die Kita zu bringen, die ja 30 Minuten von uns entfernt ist und erst um halb acht ihre Pforten öffnet. Der Papa hat also zwischenzeitlich den Fahrdienst in die Kita übernommen, während ich den Abholservice mache ;-).

Am Ende des Tages  bin ich dann doch ziemlich müde. Aber ich weiß ja wofür ich es tue.

Gerade an den Wochenenden, an denen das Unliebsame abgearbeitet werden muss, fällt es besonders auf, dass es doch ein zeimlicher Balanceakt zwischen Zunkunfts- und Verwirklichungsplänen und Kinderbetreuung ist. 

Gestern Vormittag stand der obligatorische Wochengroßeinkauf bevor, den wir immer gemeinsam als Familie meistern. Mittlerweile sind wir Vollprofis im Bepacken es Einkaufswagens, jeder weiß genau für was er zuständig ist, das ist äußerst zeitsparend und sehr effizient. Organisation ist eben alles.
Der Papa hat dann noch schnell etwas gekocht, während ich die Einkäufe verstaut habe. Nach dem Mittagessen ist er dann nochmals ins Büro gefahren, während ich auf die glorreiche Idee kam, mit Mäusekind ins Ikea zu fahren.

BITTE, wer, der nicht von geistiger Umnachtung umgeben ist, fährt freiwillig ALLEINE mit KIND an einem SAMSTAGMITTAG zum MÖBELSCHWEDEN????? ➔ Genau, ICH.  

Naja, selbst Schuld, irgendwie. Wir quälten uns also durch die Parkdecks und fanden nur noch im Frischluftbereich einen Parkplatz. Mäusekind, die ja von Schlaf normalerweise nicht viel hält, war indes, dreimal dürft ihr raten, natürlich: Eingeschlafen! Also Kind wecken, das keine große Lust hatte, auf das Nickerchen zu verzichten. Mehrere Anläufe an der frischen Luft brachten dann letzendlich doch den gewünschten Erfolg. 

Im Möbelschweden dann der blanke Horror, überall einkaufwütige Menschen mit und ohne Kinder, schlendernd oder rempelnd, langsam oder schnell unterwegs. Ich Vollprofi hatte schon meine Liste zur Hand und war trotz Mäusekinds Ablebkungsmanöver "Mama Wau Wau mitnehmen", relativ zügig durch. Erschöpft war ich aber dennoch und nassgeschwitzt. Ich glaube,  ich habe drei Kilo abgenommen, denn zuhause überfiel mich eine bleiernde Müdigkeit...



Der WauWau hat es dennoch in den Einkaufswagen geschafft, obwohl er im Moment wirklich nicht benötigt wird, weil Mäusekind noch gar keine Brotdose braucht. Egal, die Hauptsache ist, dass wir schnell vorangekommen sind...

Zuhause warteten dann noch ein Praktikumsbericht, das Richten des Abendbrotes und schon war der Samstag einfach verflogen...


Die Tage sind also gut voll, über Langweile kann ich mich nicht beklagen. Aber welche Mama kann das schon, nicht wahr?

Morgen ist ein neuer Tag und ich begrüße ihn mit Demut.



Habt es fein, ihr Lieben :-)

Eure Anna

Kommentare:

  1. Ich vermisse deine Blogeinträge, aber verstehe natürlich vollkommen warum es keine gibt :)
    Dein Tag ist wirklich vollgepackt, aber das du an ein Samstag ins Ikea musstest.... ZUM SAMSTAG! BIST DU DES WAHNSINNS!!

    Ich würde aber auch nie hingehen :P

    LG
    Bammy

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    1. Oh, dankeschön! Ich werde mich bemühen, ein wenig öfters zu posten, es macht mir ja selbst auch viel Freude. Ja, ja, geistig umnachtet war ich da. Passiert mir so schnell nicht wieder ;-).
      Ganz liebe Grüße
      Anna

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